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Neurolinguistik, Klinische Linguistik, Sprachpathologie

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Carsten Kochler, Tanja Rinker and Eberhard Schulz

Neurolinguistik erforscht den Zusammenhang von Sprache und Gehirn. Dabei besonders aufschlussreich sind Verletzungen und Krankheiten des Gehirns und ihre Auswirkungen, so Sprachpathologien wie Aphasien (etwa nach Schlaganfall) oder Sprachabbau bei Demenzen, aber auch Entwicklungsstörungen wie zum Beispiel specific language impairment oder Autismus. Hier wird Neurolinguistik zur Klinischen Linguistik. Jetzt geht es allerdings – gerade mit Blick auf Diagnostik und Therapie – nicht mehr nur um Grundlagenfragen, sondern ganz generell um sprachliche Auffälligkeiten (auch etwa im Rahmen des Gesprächsverhaltens bei Epilepsien oder dissoziativen Anfällen oder Angst sowie bei bindungsgestörten Kindern). Der Band bietet einen Einblick in derzeit zentrale Forschungsfragen der Neurolinguistik.

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Bindung und Kongruenz (Gerrit Merkel, Carl E. Scheidt, Michael Schecker)

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Gerrit Merkel, Carl E. Scheidt, Michael Schecker (Freiburg i.Br.)

Bindung und Kongruenz

0. Zusammenfassung / Summary

Keywords: Mental attachment representations in adults can be analysed with the Adult Attachment Interview (attachment theory, Bowlby). We wanted to know whether the AAI classifications match the linguistic design of the attachment narratives of subjects.

Ausgehend von der von Bowlby entwickelten Bindungstheorie können mithilfe des so genannten Adult Attachment Interviews (AAI) bei Erwachsenen mentale Bindungsrepräsentationen anhand eines speziellen Ratingsystems analysiert und klassifiziert werden. Ziel der Studie war die Beantwortung der Frage, ob sich die Ergebnisse des Auswertungsverfahrens, insbesondere die daraus abgeleiteten Klassifikationen in „sichere“, „unsicher vermeidende“ und “unsicher verwickelt gebundene“ Probanden auch in der sprachlichen Gestaltung der von den Probanden gelieferten Bindungsnarrative wieder finden lassen. Dazu wurden 18 transkribierte AAIs nach linguistischen Parametern, bspw. der semantischen Kongruenz, analysiert. Vor allem hier zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Bindungstypen. Unter Einbezug der Anzahl der Wörter / Äußerungseinheiten ergaben sich Zuordnungen, die in 77,8 % mit den AAI-Klassifikationen übereinstimmten.

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