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Das Kieler Kunsthistorische Institut im Nationalsozialismus

Lehre und Forschung im Kontext der «deutschen Kunst»

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Karen Bruhn

Die Untersuchung liefert im Rahmen der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel neue Erkenntnisse über das Kunsthistorische Institut der CAU und das Engagement seiner Ordinarien Arthur Haseloff und Richard Sedlmaier im NS-Staat. Hierfür beleuchtet die Studie nicht nur die Biographien der Akteure, sondern analysiert u.a. auch deren Lehrveranstaltungen und ihr Mitwirken in NS-spezifischen Forschungsprojekten. Diese Betrachtungen werden um die Untersuchung der wissenschaftlichen Publikationen der Akteure ergänzt, so dass ein umfassender Einblick in die Verstrickung der universalistisch und international ausgerichteten Fachdisziplin der Kunstgeschichte in die Ideologisierungsprojekte des nationalsozialistischen Regimes erfolgt.

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2. Verortung des Kunsthistorischen Instituts der CAU Kiel in der NS-Zeit

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2.   Verortung des Kunsthistorischen Instituts der CAU Kiel in der NS-Zeit

2.1   Das Institut unter Arthur Haseloff (1920 bis 1939)

2.1.1   Zur Biographie Arthur Haseloffs

Arthur Erich Georg Haseloff wurde am 28. November 1872 als Sohn des Kaufmannes Friedrich Wilhelm Eduard Haseloff und dessen Frau Auguste Haseloff geb. Hoffmann in Berlin geboren.55 Haseloff studierte von 1891 bis 1892 Geschichte, Kunstgeschichte und klassische Archäologie an der Universität in München, von 1892 bis 1893 in Berlin, von 1893 bis 1894 an der Universität in Leipzig und verbrachte dann jeweils das Sommersemester 1895 wieder in Berlin und das Wintersemester 1895/96 in München. Seine Dissertation im Fach Kunstgeschichte mit dem Titel Der Bildschmuck der Psalterien des Landgrafen Hermann von Thüringen und der verwandten Handschriften56 reichte er im Jahre 1896 an der Philosophischen Fakultät in München bei Professor Berthold Riehl ein und bestand sein Examen mit summa cum laude. Bereits die Recherchen zu seiner Dissertationsschrift führten Haseloff nach Frankreich, England, Italien und Spanien. Seine Studie Der Psalter Erzbischof Egberts von Trier57 reichte er 1901 als Habilitationsschrift an der Philosophischen Fakultät in Berlin ein. Schon seit 1900 war Haseloff als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter bei den Königlichen Museen in der Gemäldegalerie und Skulpturensammlung, unter Wilhelm Bode, tätig gewesen. Seine Veröffentlichungen der folgenden Jahre beschäftigen sich weiterhin primär mit dem Thema der Buchmalerei bzw. der Kunst des Mittelalters.58 Im Jahr 1904 gelangte Haseloff,...

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