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Sprache und digitale Medien

Aktuelle Tendenzen kommunikativer Praktiken im Französischen

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Edited By Nadine Rentel and Tilman Schröder

Der Band präsentiert innovative Beiträge methodischer und empirischer Ausrichtung, die sich Kommunikationsprozessen in den Neuen Medien am Beispiel des Französischen widmen. Trotz (oder gerade wegen) vielfältiger Entwicklungsprozesse stehen digitale und analoge Kommunikationsräume in einer engen Interdependenzbeziehung, da innovative kommunikative Praktiken, die in den Neuen Medien verbreitet sind, Eingang in die traditionellen Textgattungen finden und tradierte Konventionen beeinflussen. Zugleich greifen Kommunikationsvorgänge in den Neuen Medien auf Prinzipien der analogen Kommunikation zurück.

Die Beiträge gehen auf ausgewählte Vorträge zurück, die in der Sektion «Sprache und digitale Medien: Grenzbeziehungen und Brückenschläge von Sprache zwischen digitalem und analogem Raum» des 10. Frankoromanistenkongresses in Saarbrücken gehalten wurden.

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Auswirkungen der digitalen Textproduktion mit ludischem Charakter: Snapchat „l’application favorite des ados“ (Eva Martha Eckkrammer (Mannheim))

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Eva Martha Eckkrammer (Mannheim)

Auswirkungen der digitalen Textproduktion mit ludischem Charakter: Snapchat „l’application favorite des ados“

Abstract: This paper gives a text-linguistic account of the mobile application Snapchat. Snaps are multimodal texts embedded in a technical framework that imposes certain restrictions for production and reception. An analysis of 34 French Snaps shows that Snaps entail a strong ludic element. The textual patterns are recurrent and exhibit characteristics known from selfies.

1 Einleitung

Das Internet hat in seiner Weiterentwicklung, insbesondere im Web 2.0 (Social Web), eine Evolution von Kommunikationsformen eingeleitet, die durch neue Applikationen der mobilen Interaktion via Smartphone oder Tablet stetig angetrieben wird. Diese ermöglicht eine Spontanisierung der Kommunikation. Apps oder Messenger-Dienste befördern kostengünstige, gebündelte Online-Interaktionsmöglichkeiten, deren Rahmenbedingungen sich derzeit im Fluss befinden. Die Kommunikationsformen werden multimodaler, sie koexistieren und konkurrieren oftmals innerhalb einer einzigen Anwendung.

Die sprachwissenschaftliche Forschung ist hier gefordert, die Aufmerksamkeit nicht nur auf klassische Hypertextsorten (Webseiten, Blogs, Foren etc.), auf Facebook-Posts, Twitter-Meldungen, YouTube-Kommentare sowie SMS und Whatsapp zu lenken, sondern neue multimodale Interaktionsformen mit mobilen Endgeräten (Smartphones) genau zu beobachten. Denn diese bestimmen vor allem den Alltag jüngerer Generationen in zunehmenden Maßen (cf. u.a. Berg 2017)1. ← 13 | 14 →

Linguistisch relevant scheinen hier aus handlungstheoretischer wie textlinguistischer Sicht besonders die Auswirkungen der neuen Kommunikationsformen und der sich darin stabilisierenden kommunikativen Praktiken auf bereits vorhandene analoge und digitale kommunikative Handlungsmuster, aber auch daraus entwickelte...

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