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Die Rolle des Ein-Platz-Prinzips in der Autonomie der Sportfachverbände

Eine Untersuchung der exklusiven Organisationsstrukturen im Sport

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Paul Fischer

Sind das Ein-Platz-Prinzip und die daraus resultierenden exklusiven Organisationsstrukturen im Sport als gegeben hinzunehmen? – Dieser Frage geht der Autor dieses Bandes nach. Er untersucht das Ein-Platz-Prinzip, das in nahezu jeder Sportart die Verbandsstrukturen von der internationalen bis hin zur regionalen Ebene prägt. Neben der Ein-Platz-Regelung stellt er auch die Teilnahmeverbote der Sportfachverbände auf den Prüfstand. Die zentralen Erkenntnisse gewinnt er, indem er den Kerninhalt der Autonomie der Sportfachverbände bestimmt und diesen allein in den für den Wettkampfsport notwendigen Regelungen sieht.

„Eine fulminante Entzauberung der Ein-Platz-Regel" – Professor Dr. Dr. h.c. Michael Kubiciel via Twitter

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Erster Teil: Der Inhalt der Organisationsautonomie der Sportfachverbände

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Inwieweit der Organisationsautonomie im Rahmen von sportrechtlichen Sachverhalten im Einzelfall die Grenzen gezogen sind, ist wohl die zentrale Frage des Sportrechts schlechthin.94

Wir wollen uns dieser Herausforderung dadurch stellen, dass wir im ersten Teil dieser Untersuchung mit Blick auf die an der untersten Ebene der Verbandspyramide bestehenden Beziehung Sportfachverband-Sportverein die Grundlagen der Organisationsautonomie der Sportfachverbände herausarbeiten, um für die Grenzziehung im Fall des Ein-Platz-Prinzips vorbereitet zu sein.←45 | 46→ ←46 | 47→

94 So auch Kaiser, Sport- und Spielregeln als materielles Nichtrecht, SpuRt 2009, 7; Pfister, Einführung, in: Fritzweiler/Pfister/Summerer, Praxishandbuch Sportrecht, S. 22, bezeichnet es als „grundlegende Frage des Sportrechts“. Auch das Europäische Parlament hat in seiner Entschließung vom 29. März 2007 zu der Zukunft des Profifußballs in Europa (2006/2130) festgestellt, dass es „unklar ist, wie weit die Autonomie der Selbstregulierungseinrichtungen wie z. B. der UEFA, der nationalen Verbände und der nationalen Ligen reicht (…).“ Allgemein für die Vereinsautonomie hat bereits Schockenhoff, Der Grundsatz der Vereinsautonomie, AcP 193 (1993), S. 41, festgestellt, dass zwar der Grundsatz der Vereinsautonomie von niemandem infrage gestellt wird, aber seine Anwendung zu unterschiedlichen Ergebnissen führt, da er unterschiedlich interpretiert wird.

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