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Der Limes Saxoniae

Fiktion oder Realität? Beiträge des interdisziplinären Symposiums in Oldenburg/Holstein am 21. Oktober 2017

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Edited By Oliver Auge and Jens Boye Volquartz

In seiner um 1075 verfassten «Hamburger Kirchengeschichte» berichtet Adam von Bremen vom «Limes Saxoniae», der durch Karl den Großen und andere Kaiser eingerichtet worden sei. Eine im Jahr 2017 von der Kieler Abteilung für Regionalgeschichte durchgeführte Tagung «Der ‹Limes Saxoniae› – Fiktion oder Realität?» hinterfragte diesen Quellenbericht und damit die Grenzziehung überhaupt ausgehend von interdisziplinären Standpunkten der Archäologie, Sprach- und Geschichtswissenschaft. Der vorliegende Tagungsband bündelt die Beiträge und Diskussionen dieser Konferenz zu Aspekten wie der historischen Nachweisbarkeit der Existenz dieser sächsisch-slawischen Grenze, ihres möglichen Erscheinungsbildes oder den zeitgenössischen Grenzvorstellungen. Auch Fragen nach einer Fälschungsabsicht Adams, dem Slawenbild im Frühmittelalter und der späteren Rezeption des «Limes» finden sich darin wieder.

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Lauter Bömische Dörffer – Der Limes Saxoniae auf historischen Karten

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Abstract: As the earliest cartographic depictions of the Limes Saxoniae can be found in the 19th century – namely 1841 and 1873 – for the first time, the question arises why the border, which is handed down by Adam of Bremen, just appears on the maps that late. The reasons will be found in considering the course of reception which is behind Heinrich Theodor Menke’s map ‘Limes Saxonicus’. From Helmold of Bosau to Heinrich Rantzau, Caspar Danckwerth, and Johannes Mejer up to Johann Georg Bessel, a specific conception of the Limes Saxoniae was transferred – and also Menke adopted this idea. A comparative analysis of his map, on the one hand, and of the source text of the ‘Hamburger Kirchengeschichte’, on the other hand, highlights deviations which can be explained by the reception and allow conclusions about the authorities cited.

Hinführung: Die beiden frühesten Karten des Limes Saxoniae

Die früheste feststellbare Karte, die den Limes Saxoniae zeigt, findet sich unter den Beilagen des ersten Bandes des Hamburgischen Urkundenbuches von 1841 und wurde von Johann Martin Lappenberg entworfen (Abb. 1).1 Die Darstellung mit dem Titel „Das Hamburgisch-Bremische Erzstift 1200–1300 mit den alten landes- und kirchlichen Eintheilungen ohne das Bisthum Schwerin“ enthält den Limes unter der Bezeichnung „Sachsengrenze“ und bettet ihn in spätere historische Verhältnisse ein, sodass die geographischen Orientierungspunkte aus der Hamburgischen Kirchengeschichte (Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum) des Adam von Bremen weitgehend fehlen oder jedenfalls nicht mit den Quellenbegriffen aufgef...

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