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Fremdsprachenforschung als interdisziplinäres Projekt

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Edited By Eva Wilden and Henning Rossa

Dieses Buch widmet sich der Interdisziplinarität, die für die Zugänge, Formate und Methoden fremdsprachendidaktischer Forschung charakteristisch ist. Qualitative und quantitative Forschungsansätze bzw. Mixed-Methods-Designs werden anhand aktueller Studien dargestellt. Ein besonderer Fokus gilt den interdisziplinären Bezügen der jeweiligen Studien. Die forschungspraktischen Beispiele stellen laufende bzw. kurz vor Abschluss stehendende Studien der empirischen Fremdsprachenforschung vor. So bieten die Beiträge einen aktuellen Überblick über fremdsprachendidaktische Forschungspraxis und enthalten vielfältige Anregungen für die forschungsmethodischen Optionen und ethischen Fragen, die es bei neu zu konzipierenden Studien im interdisziplinären Feld der Fremdsprachenforschung abzuwägen gilt.

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Interdisziplinarität in der empirischen Fremdsprachenforschung: Zugänge, Formate, Methoden (Henning Rossa / Eva Wilden)

Henning Rossa / Eva Wilden

Interdisziplinarität in der empirischen Fremdsprachenforschung: Zugänge, Formate, Methoden

„Nichts ist so erfrischend wie ein beherzter Schritt über die Grenzen.“ (Keith Haring, Künstler)

Abstract: This chapter explores the interdisciplinary nature of empirical research on foreign/second language learning. In doing so, it reviews four recent interdisciplinary PhD theses. It mainly argues that interdisciplinary cooperation changes the systematicity of disciplines as such and, thus, may lead to the development of hybrid disciplines.

L2 research, foreign language education, scientific disciplines, empirical turn

1. Zur Orientierung: Interdisziplinarität als Merkmal der empirischen Fremdsprachenforschung

Spätestens seit der sogenannten „empirischen Wende“ (Göbel/Hartig/Rauch 2011: 1) in den 1990er Jahren prägen zunehmend systematisch-methodische Ansätze zur Erforschung des Lehrens und Lernens von Fremd- und Zweitsprachen das Profil der Fremdsprachenforschung. Diese Entwicklung lässt sich durchaus als Reaktion auf die nach der Jahrtausendwende artikulierten politischen Forderungen nach wissensbasierten (evidence-based) Erkenntnissen und Instrumenten interpretieren, die eine empirisch validierte Steuerung der Qualitätsentwicklung in Bildungssystemen ermöglichen sollen (Buchhaas-Birkholz 2009: 28). Die Bemühungen um eine empirische Fundierung und eine stärkere Orientierung an den in der psychologischen und sozialwissenschaftlichen Forschung etablierten Maßstäben und Verfahren sind aber sicher auch Ausdruck veränderter Selbstverständnisse der an Fremdsprachenforschung beteiligten Disziplinen (vgl. Bayrhuber et al. 2011, 2012, Doff/Grünewald 2015, Klippel/Legutke 2016, Timm/Vollmer 1993).

Den 2018 von der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung veröffentlichten Empfehlungen für Berufungsverfahren in der Fremdsprachenforschung, Sprachlehr- und lernforschung bzw. der Fremdsprachendidaktik ist zu entnehmen, dass Forschende in diesen Feldern offensichtlich weiter daran arbeiten müssen, das Vorurteil zu überwinden, ihre Fächer seien vorwissenschaftliche Rezeptologien und reine Transfer- bzw. Rekonstruktionswissenschaften. Eine←35 | 36→ besser sichtbare, empirische Forschungspraxis mag dazu einen Beitrag leisten. Zusätzlich bedarf es der Einsicht, dass Fremdsprachendidaktiken eben nicht „auf die Anwendung oder Transformation von Forschung aus anderen Gebieten für fremd- und zweitsprachliche Lehr- und Lernprozesse ausgerichtet“ sind (DGFF 2018: 1). Worin aber bestehen dann die Bezüge zwischen fremdsprachendidaktischer Forschung und der Praxis des Lehrens und Lernens? Diese Frage zu klären, ist von zentraler Bedeutung, wenn wir das Bild der Fremdsprachendidaktiken als eigenständig forschende wissenschaftliche Disziplinen angemessen vermitteln wollen.

Die empirische Fundierung der Fremdsprachenforschung berührt also die Frage, wie die genuinen fachlichen Erkenntnisinteressen und Forschungsgegenstände in Abgrenzung zu anderen Disziplinen eingeordnet und abgegrenzt werden können. Dazu ist festzustellen, dass jede Form einer empirischen Annäherung an den Gegenstand ‚Lehren und Lernen von Fremd- und Zweitsprachen‘‚ eine stärker interdisziplinär ausgerichtete Forschungspraxis provoziert, denn bei der Erforschung des Lehrens und Lernens sind verschiedene Spezifikationen und Ziele, Bedingungen, Umgebungen, Voraussetzungen, Anwendungsbereiche, Perspektiven der handelnden Personen usw. zu beachten: „Die Komplexität des Gegenstandes erfordert es, dass in der Forschung durchgängig auch auf Erkenntnisse und Perspektiven weiterer Disziplinen Bezug genommen wird; z. B. der Lernpsychologie (Stichwort: kognitive Positionen des Spracherwerbs), der Förderpädagogik (Stichwort: Inklusion) sowie der Schulpädagogik“ (ebd.: 1, vgl. Schmenk in diesem Band).

2. Interdisziplinäre Zugänge, Formate und Methoden

Die hier formulierte Forderung nach Interdisziplinarität in der Forschungspraxis – gemeint ist damit auch der akademische Diskurs zur Forschungsmethodologie und zu Forschungsergebnissen – führt dazu, dass sich in der Fremdsprachenforschung neue hybride Disziplinen entwickeln. Dies resultiert daraus, dass sich die Forschenden nicht damit zufrieden geben wollen, in ihrer Arbeit auf Bezugsdisziplinen bloß zu verweisen. So skizzieren beispielsweise Mercer und Ryan (2016) die Hoffnungen, die sie mit der Etablierung des Forschungsbereichs language learning psychology verknüpfen: „The emerging field of language learning psychology aims to go beyond merely drawing on insights from an external field; we hope to build something unique, something informed by a range of perspectives but not dominated by any single disciplinary outlook“ (ebd.: 2).

Diese Verknüpfung mehrerer Perspektiven zeigt auf, wie interdisziplinäre Zugänge zu einem Forschungsfeld das Potential besitzen, die Optionen zu er←36 | 37→weitern, wie wir Erkenntnisse in unserem Fach und darüber hinaus gewinnen, und damit dem komplexen und dynamischen Untersuchungsgegenstand besser anzupassen:

Interdisziplinarität im recht verstandenen Sinne geht nicht zwischen den Fächern oder den Disziplinen hin und her oder schwebt, dem absoluten Geist nahe, über den Fächern und den Disziplinen. Sie hebt vielmehr fachliche und disziplinäre Engführungen, wo diese der Problementwicklung und einem entsprechenden Forschungshandeln im Wege stehen, wieder auf; sie ist in Wahrheit Transdisziplinarität (Mittelstraß 2007: 3; vgl. Schmenk in diesem Band, Abschnitt 3.1).

Die Zusammenschau der Gegenstände und Methoden empirischer Arbeiten in der Fremdsprachenforschung (in Deutschland: siehe u. a. Behrent et al. 2011, Doff et al. 2016, Finkbeiner et al. 2013) seit ca. 2005 deutet ebenfalls an, dass die zunehmend interdisziplinär ausgerichtete Forschungspraxis das Konzept der ‚Disziplin‘ Fremdsprachenforschung selbst verändert und erweitert:

[T]hematic areas have diversified and often pertain to two or three different categories – one reason why categorization of the dissertations in this review proved difficult. This positive development shows, first, the breadth of interest in SLA research in Germany, and second, the interest in taking different perspectives and the desire to combine different research areas in order to allow for more cross-discipline work and wider perspectives in the understanding of teaching and learning FLs (Doff et al. 2016: 231).

Die von den Autor*innen so positiv eingeschätzte Entwicklung einer zunehmenden Interdisziplinarität bringt ganz eigene Herausforderungen mit sich. Auch wenn diese Entwicklung wünschenswert ist, führt sie zu einer gestiegenen Komplexität der Fremdsprachenforschung, was gerade für novice researchers eine erhöhte Schwierigkeit darstellt. Zudem stellt sich den forschenden Personen in einem komplexer werdenden Feld immer wieder die Frage: Wer sind wir eigentlich? Und was genau machen wir? Bzw. gibt es eigentlich ein ‚wir‘?

3. Vier Fallstudien: Welche Rollen spielen Disziplinen in interdisziplinär angelegten Qualifikationsarbeiten in der Fremdsprachenforschung?

Zusammengefasst entsteht der Eindruck, dass die Fremdsprachenforschung, angetrieben von stärker empirisch orientierten und interdisziplinär angelegten Forschungsformaten, gegenwärtig eine Entwicklung erlebt, die einerseits von einer Diversifizierung der Erkenntnisinteressen und methodischen Ansätze geprägt ist und andererseits das Bestreben widerspiegelt, den komplexen For←37 | 38→schungsgegenstand aus einer weiteren, die Grenzen der Disziplin(en) überwindenden Perspektive zu verstehen. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, inwiefern in konkreten Forschungsarbeiten ein Transfer von Wissen und Methoden zwischen den Disziplinen einerseits und disziplinär eigenständige Perspektiven auf den Gegenstand der Forschung andererseits zu erkennen sind. Dahinter steckt die Frage, wie sich Interdisziplinarität in gegenwärtigen Forschungsarbeiten in der Fremdsprachenforschung manifestiert und inwiefern die Forschenden ihre Forschungspraxis, ihre theoretischen und methodischen Überlegungen und Erkenntnisse explizit im Kontext einer oder mehrerer Disziplinen diskutieren.

Zur explorativen Untersuchung dieser Frage wurden vier Dissertationen ausgewählt, die in den vier Jahren vor Konzeption des vorliegenden Bandes veröffentlicht und in der von Klippel bis 2016 zusammengetragenen Chronologie der Dissertationen und Habilitationen in fremdsprachendidaktischen Disziplinen auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung mindestens zwei Forschungsfeldern zugeordnet wurden, z. B. Englischdidaktik und Pädagogische Psychologie1. Die Textsorte ‚Dissertationsschrift‘ wurde aus zwei Gründen ausgewählt: Sie gilt erstens als zentraler Beitrag, mit dessen Hilfe sich Forschende aus dem wissenschaftlichen Nachwuchs in einer scientific community inhaltlich profilieren und ihre Kompetenz nachweisen. So bewerten die Mitglieder der community, die mit der Begutachtung dieses wissenschaftlichen Gesellenstücks beauftragt werden, z. B. die Frage, für welchen Bereich des Forschungsfeldes die Arbeit als ‚einschlägig‘ und der oder die Autor*in als ‚ausgewiesen‘ eingeschätzt werden kann. Dissertationsschriften sind zweitens in aller Regel das Arbeitsergebnis eines oder einer Einzelnen, und somit ist zu erwarten, dass – verglichen mit den Veröffentlichungen multidisziplinärer Arbeitsgruppen – im Text eher explizite Hinweise zu finden sind, zu welchen Disziplinen in der Forschungspraxis konzeptuelle, theoretische und methodische Bezüge hergestellt wurden. In den Kapiteln zur Diskussion der Forschungsergebnisse lassen sich vermutlich Bemerkungen dazu finden, welche disziplinären Kontexte die Forschenden bei der Formulierung von Implikationen aus ihren Ergebnissen in den Blick nehmen.←38 | 39→

3.1 Fuchs, Stefanie (2013): Geschlechtsunterschiede bei motivationalen Faktoren im Kontext des Englischunterrichts. Eine empirische Studie zu Motivation, Selbstkonzept und Interesse im Fach Englisch in der Sekundarstufe I. Frankfurt am Main: Peter Lang. Englischdidaktik und Pädagogische Psychologie

Die Dissertation von Fuchs (2013) ist in der Reihe Anglo-Amerikanische Studien (Hrsg.: Ahrens et al.) erschienen und verweist so, wie auch im Titel der Arbeit genannt, auf den „Kontext Englischunterricht“. Die Autorin leitet ihre Arbeit ein, indem sie zunächst auf den „Fremdsprachenlerner“ (ebd.: 29) als Ausgangspunkt für ihre Überlegungen verweist. Die theoretischen Konzepte, die zu Beginn der Arbeit eingeführt werden sind dagegen recht eindeutig dem Kontext der pädagogisch-psychologischen Diagnostik und der differentiellen Psychologie zuzuordnen: Geschlechtsunterschiede in Bildung und Bildungsverläufen, geschlechtsrollenkonformes Verhalten, geschlechtstypische Präferenzen, geschlechtsstereotype Kompetenz und Leistungsdifferenzen (ebd.: 29). Das stark durch die Theoriebildung in der Psychologie fundierte Erkenntnisinteresse der Studie wirft die Frage auf, welche Rolle englischdidaktische Konzepte bzw. Forschungsergebnisse als Referenzpunkte für die Studie spielen können. Auf der theoretischen Ebene werden durchaus Themen in den Blick genommen, zu denen in der Englischdidaktik Konzeptionen aus vielfältigen Perspektiven und Forschungstraditionen vorliegen: die „Struktur des Englischunterrichts“ (ebd.: 130) und „der Fremdsprachenlernende im Modell“ (ebd.: 195). Im Kapitel zum Englischunterricht verweist die Autorin im Kern auf psycholinguistische und entwicklungs- bzw. pädagogisch-psychologische Konzepte bzw. Modelle, um das Konstrukt der Sprachkompetenz als Bezugspunkt für den Englischunterricht zu erläutern und nutzt den Thüringer Lehrplan („die vier Lernbereiche“: 138) zur Strukturierung der Ziele und curricular erwartbaren Aktionsformen bzw. -phasen des Englischunterrichts. Das Modell der „wichtigsten Aspekte, die auf den Fremdsprachenlernenden einwirken können“, fasst die überwiegend psychologischen (z. B. Motivation, Passungserleben, Erwartungen, Soziale Eingebundenheit) bzw. curricular spezifizierten Konstrukte (z. B. die vier Lernbereiche „Sprechen, Schreiben, Hören, Lesen“, ebd.: 195) zusammen. Das Modell lässt sich insgesamt daher nur bedingt als interdisziplinär beschreiben: Die psychologischen Konstrukte verweisen auf die verschiedenen psychologischen Teildisziplinen, die fremdsprachendidaktisch relevanten Aspekte des Modells sind hingegen auf die bildungspolitisch strukturierten Vorgaben für den Forschungskontext (Englischunterricht an Regelschulen in Thüringen) beschränkt. Insofern besteht hier ein eher mittelbarer Bezug zu genuin fremdsprachendidaktischen Konzepten und←39 | 40→ Konstrukten, die bei der Entwicklung der Lehrpläne möglicherweise berücksichtigt wurden. Diese stark fokussierte Modellierung des Fremdsprachenlernenden im Kontext des Englischunterrichts wird im folgenden empirischen Teil der Arbeit als Hintergrund für die Formulierung von 75 Hypothesen genutzt, die die Autorin auf drei Gliederungsebenen unterteilt (ebd.: 231–232) und schließlich in einer explanativen Querschnittsstudie (zwei Fragebögen, N=459) überprüft. Das empirische Verfahren besteht also in diesem Fall aus einer radikalen Reduktion der potentiell relevanten Aspekte der Untersuchungsgegenstände Motivation, Selbstkonzept und Interesse im Fach Englisch in Verbindung mit einem messmethodisch (quantitativ) stark ausdifferenziertem Vorgehen. Die Implikationen der Studie diskutiert die Autorin überwiegend mit Blick auf die zukünftige Rolle des Gegenstands ‚Geschlechtsunterschiede‘ in der psychologischen Forschung. Aus einer allgemeindidaktischen Perspektive wird die Forderung in den Blick genommen, dass Lehrpersonen „sich [ihrer] eigenen Haltungen zu Geschlechterrollen und -stereotypen bewusst werden“ müssen (ebd.: 332). Für den Englischunterricht wird abschließend empfohlen, „Jugendliche in die Gestaltung des Unterrichts“ miteinzubeziehen, um deren „individuelle Präferenzen […] gegenüber Lernbereichen, Sozialformen und auch Themen“ berücksichtigen zu können (ebd.: 335).

3.2 Hövelbrinks, Britta (2014): Bildungssprachliche Kompetenz von einsprachig und mehrsprachig aufwachsenden Kindern. Eine vergleichende Studie in naturwissenschaftlicher Lernumgebung des ersten Schuljahres. Weinheim: Beltz Juventa. Erziehungswissenschaft und Deutsch als Zweitsprache

Im ersten Absatz ihrer Dissertationsschrift skizziert Hövelbrinks (2014) den Horizont der Studie mit Begriffen wie „Bildungspotential“, „Teilhabe“, „Zuwanderungsgeschichte“ und „mehrsprachig aufwachsende Kinder“, die Bezüge zu gesellschaftspolitischen, pädagogischen und angewandt-linguistischen Perspektiven herstellen (ebd.: 11). Der Titel verrät bereits, dass die theoretische Orientierung der Arbeit mehrere Disziplinen berührt. Die linguistischen Konzepte auf der Detailebene (Bildungssprache vs. Fachsprache, Diskursfunktionen) stehen im Zusammenhang mit dem Zweitspracherwerb, naturwissenschaftlicher Bildung und Kompetenz sowie der Unterrichtstechnik des Experimentierens im Sachunterricht in der Primarstufe. Die Autorin reflektiert die Komplexität ihres „multifaktoriellen Konstrukt[s] des Untersuchungsgegenstandes“, die eine interdisziplinäre Studie erfordere. Dies solle in der vorliegenden Studie durch eine Verknüpfung von „erziehungswissenschaftlicher Unterrichtsforschung“ und „linguistischen←40 | 41→ Auswertungsmethoden“ geschehen (jeweils ebd.: 119). Die methodische Entscheidung, verbale Daten (Äußerungen der Lernenden) im Sachunterricht zu erheben, begründet die Autorin damit, dass die naturwissenschaftliche Lernumgebung „vielfältige Sprachhandlungen in verschiedenen Lernkontexten anregen kann“ (ebd.: 113). Auf diese Weise bedingt die Auswahl der konkreten Unterrichtssituation die Notwendigkeit, nicht nur mit Blick auf den allgemeinen Bildungskontext (Grundschulpädagogik), sondern auch zur Skizzierung des fachdidaktisch reflektierten Kontexts (Naturwissenschaftlicher Unterricht in der Primarstufe) auf die Konzepte (z. B. ‚gemeinsamer Lerngegenstand‘) und Erkenntnisse (sprachsensible Lernumgebungen im Sachunterricht des ersten Schuljahres umsetzen) zurückzugreifen, die in anderen Disziplinen erforscht und entwickelt werden.

Die bewusste Entscheidung für ein interdisziplinäres Vorgehen führt in der empirischen Praxis zu einem Forschungsdesign, das die Begriffe und Methoden der einen Disziplin (Datenerhebung erziehungswissenschaftlich: Angebots-Nutzungs-Modell, Versuchsgruppe, Videographie) mit denen der anderen (Datenanalyse linguistisch: Analyse der sprachlichen Oberfläche, Analyse sprachlicher Handlungen, gesprächslinguistische Mikroanalyse) nicht vermischt, sondern so verknüpft, dass die erste Methode (Erhebung) im Sinne der zweiten (Analyse) spezifiziert und umgesetzt wird. Die Diskussion der Ergebnisse erfolgt schließlich aus der wissenschaftlichen Perspektive ‚Deutsch als Zweitsprache‘, indem Implikationen für Sprachförderangebote und die Gestaltung von Sprechanlässen im Fachunterricht formuliert werden.

3.3 Bauer, Viktoria (2015): Englischlernen – Sinnkonstruktion – Identität: Eine Interviewstudie mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II. Opladen: Verlag Barbara Budrich. Englischdidaktik und Bildungsgangforschung

Die Studie von Bauer (2015) suggeriert ihre Interdisziplinarität bereits im Titel – Englischlernen  Sinnkonstruktion – Identität: während das erste Wort eine klare Verortung in der Fremdsprachendidaktik impliziert, legen die beiden folgenden Begriffe Bezüge zu anderen Disziplinen wie der Soziologie oder Lernpsychologie nahe. Die Studie hat sich zum Ziel gesetzt, das Englischlernen aus „dem biographischen Blickwinkel heraus“ zu untersuchen, also die subjektive Sichtweise der Lernenden auf ihr „Sprachenlernen als ein[en] Teil des subjektiven Bildungsgangs von Jugendlichen“ (beide Bauer 2015: 17) zu erforschen. Der besondere Blick gilt dabei der Entwicklung und Entstehungsgeschichte der Einstellungen und Haltungen der Englischlernenden mit Bezug zu ihren Zielvorstellungen, bedeutsamen Erfahrungen sowie der „biographische Verwobenheit“ (ibid.). Damit gehört diese Studie in den←41 | 42→ Bereich der Lernerforschung, den Caspari (2016: 14–15) infolge einer Auswertung von fast einhundert Qualifikationsarbeiten als eins von insgesamt 13 aktuellen Forschungsfeldern fremdsprachendidaktischer Forschung benennt.

Die Interdisziplinarität der Studie wird teils explizit adressiert, wobei sich die Autorin durchgängig in der Fremdsprachendidaktik verortet (Bauer 2015: 21). Ihr Vorgehen mit starken Bezügen zu anderen Disziplinen lässt sich etwa in der theoretischen Rahmung mit explizitem Bezug zur Bildungsgangforschung oder auch im Methodenteil durch die Diskussion der wissenssoziologischen Grundlage ihres Forschungsdesigns nachvollziehen. Als prägnantes Beispiel sei folgender Kommentar zur Bedeutung der Ergebnisse für die fremdsprachendidaktische Forschung genannt:

Welchen Beitrag können ein solcher sozialwissenschaftlicher Ansatz und vor allem die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Erforschung fremdsprachlicher Lehr- und Lernprozesse leisten? Die Rekonstruktionen der Fallstudie […] [können] zeigen, dass ein empirischer Zugang zu den tieferliegenden Sichtweisen der Lernenden es ermöglicht, Prozesse des Fremdsprachenlernens nicht lediglich mithilfe von psycholinguistischen und kognitiven Kategorien (wie z. B. Motivation, Kompetenz) zu erfassen, sondern diese auch in ihrer sozio-kulturellen und vor allem biographischen Dimension zu betrachten. (ebd. 361–362)

In aller Kürze zeigt sich hier die vielschichtige Verwobenheit dieser Studie mit zahlreichen anderen Bezugsdisziplinen. Gerade diese Bezüge bzw. Abgrenzungen machen den Ertrag der Studie aus.

Vor dem Hintergrund dieser starken und expliziten Interdisziplinarität stellt sich die Frage, ob denn ein genuiner Kern des Forschungsfelds Fremdsprachendidaktik erkennbar ist oder ob sich dieser nicht gänzlich aufgelöst hat angesichts der starken Interdisziplinarität. In anderen Worten: Was macht das Fachliche oder Disziplinäre aus? Tatsächlich erscheint die Disziplin Fremdsprachendidaktik etwas weniger deutlich adressiert, ist jedoch klar erkennbar. So widmet sich das gesamte erste Theoriekapitel der „Verortung der Arbeit in der Fremdsprachendidaktik“ (ebd. 21–39) bzw. nimmt die Studie verschiedentlich Bezug auf grundlegende fachdidaktische Prinzipien, diskutiert die Europäische Sprachenpolitik, rezipiert fachdidaktische Studien oder diskutiert abschließend Implikationen der Studie für den Fremdsprachenunterricht. Interessant erscheint in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die englische Sprache – obwohl prominent im Titel – weniger Beachtung findet bzw. der Eindruck entsteht diese Studie, hätte genauso mit Lernenden einer anderen Fremdsprache durchgeführt werden können. Dies lässt sich als Indiz deuten, dass den fachlichen Kern der Studie das Fremdsprachenlernen, nicht so sehr das Englischlernen, ausmacht, wie es der Titel allein suggerieren würde.←42 | 43→

3.4 Rumlich, Dominik (2016): Evaluating Bilingual Education in Germany. CLIL Students’ General English Proficiency, EFL Self-Concept and Interest. Frankfurt am Main: Peter Lang. Englischdidaktik, Angewandte Linguistik und Pädagogische Psychologie

In der jüngsten Veröffentlichung dieses purposeful sample untersucht Rumlich (2016) in einer quantitativen, quasi-experimentellen Längsschnittstudie mit 1.400 Probanden die Frage, inwiefern Unterschiede zwischen Lernenden der Jahrgangsstufen 6 und 8 hinsichtlich ihrer allgemeinen fremdsprachlichen Kompetenz (Englisch als erste Fremdsprache) sowie kognitiver und affektiv-motivationaler Dispositionen bestehen und sich über den Zeitraum von zwei Schuljahren entwickeln. Der Autor prüft dabei den Einfluss der Teilnahme an unterschiedlichen Formen der fremdsprachlichen Bildung auf der Sekundarstufe (Klasse mit bilingualem Sachfachunterricht, Klasse ohne bilingualen Sachfachunterricht an einer Schule, die einen bilingualen Zweig anbietet, Klasse mit regulärem Englischunterricht an einer Schule, die keinen bilingualen Zweig anbietet).

In der Einleitung situiert der Autor seine Studie im Kontext europäischer Sprachenpolitik und verweist dabei explizit auf das in Europa etablierte und wachsende Forschungsfeld bilingual education. Insgesamt ist zu erkennen, dass der auf Englisch verfasste Forschungsbericht offensichtlich eine internationale Leserschaft anspricht. Angesichts der Offenheit des zentralen Konzeptes Content and Language Integrated Learning (CLIL) skizziert Rumlich die spezifische Umsetzung im ausgewählten Feld des bilingualen Sachfachunterrichts in Nordrhein-Westfalen. So wird erkennbar, dass der Bezugsrahmen der empirischen Studie breit gespannt ist, zwischen einem transnationalen, in einem sprachenpolitischen Zusammenhang stehenden Forschungsfeld einerseits und einem lokalen Bildungskontext andererseits. Die theoretischen Konzepte, die der Autor diskutiert (ebd.: 97–190), stammen aus der Fremdsprachendidaktik (kommunikativer Ansatz des Fremdsprachenunterrichts), aus der Zweitsprachenerwerbsforschung (innatist demands, output, interaction) und aus der pädagogischen Psychologie (Selbstkonzept, fachspezifisches Interesse). Die empirische Untersuchung wird explizit als Verknüpfung von pädagogisch-psychologisch motivierter und fremdsprachendidaktisch informierter Evaluations- und Unterrichtsforschung konzipiert. Die forschungsmethodischen Entscheidungen sind offenbar fest mit den erkenntnistheoretischen Annahmen eines analytisch-nomologischen Forschungsansatzes verbunden. So legt der Autor etwa in der kritischen Diskussion seiner Studie dar, dass die ausgewählten Verfahren, d. h. komplexe statistische Modelle, das Ziel verfolgen, einen ‚realistischeren‘ Blick auf zentrale Themenfelder des bilingualen Sachfachunter←43 | 44→richts zu erlangen („to obtain a more realistic picture of central CLIL-related issues“; ebd.: 429).

Der Bezug zur scientific community ‚Fremdsprachenforschung‘ wird explizit in der Diskussion der Ergebnisse hergestellt, indem der Autor das Desiderat einer wissensbasierten Weiterentwicklung des Konzepts CLIL unterstreicht und auf dessen Potential verweist, lang überfällige Veränderungen in der sprachlichen Bildung voranzubringen (ebd.: 451). Zwischen den Zeilen liest sich die Dissertationsschrift in Teilen wie ein Statistiklehrbuch, das ein Forscher aus der Pädagogischen Psychologie für eine fremdsprachendidaktisch sozialisierte Leserschaft konzipiert, die zumindest mit Blick auf die Forschungslogik des quantitativen Paradigmas und die theoretischen Hintergründe statistischer Modelle und Prüfverfahren noch Nachholbedarf hat: „[S]tatistical evaluations also involve simplification and mathematical (dis-)advantages. In educational research, the nature of samples with non-independent observations and students nested in classes and schools violates assumptions of quite a few mathematical procedures“ (ebd.: 443).

4. Fazit und Ausblick: Unterstützt eine interdisziplinäre Forschungspraxis den complexity turn (Mercer 2011) der Fremdsprachenforschung?

Die vier hier diskutierten Forschungsarbeiten weisen alle inhaltlich, methodisch und in der Relevanz ihrer Ergebnisse erkennbar über die Grenzen einer einzigen Disziplin hinaus. Dabei bieten sie unterschiedliche Antworten auf die Fragen, wie verschiedenen Disziplinen in ihren Forschungsarbeiten sichtbar werden und inwiefern eine Studie überhaupt valide als Beitrag zur Disziplin Fremdsprachenforschung eingeordnet werden kann.

So enthalten die Arbeiten von Viktoria Bauer und Britta Hövelbrinks in der theoretischen Fundierung und in der Diskussion der Ergebnisse recht explizite Hinweise, die eine Zuordnung der jeweiligen Studie als Beitrag zu einem Fach (hier: Englischdidaktik bzw. Deutsch als Zweitsprache) sinnvoll erscheinen lassen. Gleichsam beziehen sich die Autorinnen in der Konzeption ihrer Forschungspraxis und in der Interpretation der Ergebnisse auf Fragestellungen, Konzepte und Erkenntnisse, die in den jeweiligen Fachdiskursen erforscht und weiterentwickelt werden. In der Studie von Stefanie Fuchs wird auf die Fremdsprachendidaktik verwiesen, um den Kontext einer psychologisch informierten und motivierten Untersuchung zu spezifizieren. In der von Dominik Rumlich durchgeführten Studie führt die forschungsmethodische Entscheidung für den Einsatz komplexer statistischer Modelle auf der inhaltlichen Ebene zwangsläufig zu einer gewissen Distanz zum Gegenstand←44 | 45→ ‚Lehren und Lernen im bilingualen Sachfachunterricht‘. Forschungslogisch handelt es sich hier um eine pädagogisch-psychologisch motivierte Studie der Evaluations- bzw. Unterrichtsforschung zur Messung von miteinander interagierenden Einflussgrößen, die fremdsprachendidaktisch informiert ist.

Worin mag also angesichts der Vielfalt der denkbaren Bezüge zwischen den Disziplinen das Potential interdisziplinärer Arbeiten für die Entwicklung der Fremdsprachenforschung bestehen? Ein wichtiger Effekt des Forschens in mehreren Disziplinen – oder über sie hinweg greifend – mag für die forschenden Personen darin bestehen, dass sie ihre inhaltlichen und erkenntnistheoretischen Vorannahmen angesichts der potentiell davon abweichenden Konzepte und Standards in anderen Disziplinen regelmäßig auf ihre Validität und Angemessenheit hin überprüfen:

Although working in unfamiliar ways is rarely an immediately comfortable experience, it can […] lead scholars to challenge their own blind spots and the various assumptions of their respective disciplines, thereby enhancing critical thinking and generating innovative lines of thinking (Mercer/Ryan 2016: 3).

Die andere Seite derselben Medaille weist auf die Einschränkungen bzw. Schwierigkeiten und Risiken hin, die sich aus der Anforderung ergeben, entweder selbst in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen fachlich, inhaltlich und methodisch kompetent zu sein, oder entsprechende Kooperationspartner*innen zu finden, mit denen es sich gut zusammenarbeiten lässt. Dazu bedarf es in erster Linie einer Bereitschaft, mit Vertreter*innen anderer Disziplinen zu kooperieren und von ihnen zu lernen. Außerdem ist es notwendig, die Grenzen der eigenen Kompetenzen anzuerkennen und einen anderen, disziplinär geprägten Zugriff auf die Daten zuzulassen. Insofern bedeutet eine stärkere Interdisziplinarität eine Herausforderung, insbesondere für das professionelle Selbstverständnis der Forschenden. In der Forschungspraxis hängt das Gelingen von Interdisziplinarität daher ganz pragmatisch von der Fähigkeit der Beteiligten ab, tatsächlich einen die Engführungen der einzelnen Disziplinen überwindenden Diskurs zu entwickeln:

Und tatsächlich ist leider die verständliche Forderung nach Interdisziplinarität nicht dasselbe wie die real stattfindende Arbeit. Es ist zwar ein positives Zeichen, dass einschlägige Konferenzen immer häufiger stattfinden und somit, so sollte man meinen, die Möglichkeiten des Austauschs von Argumenten vermehrt werden, doch sind Präsentieren und Miteinander-Reden noch immer zwei unterschiedliche Tätigkeiten (Kleemann 2016: 1).

Wenn also, wie am Anfang des Beitrags angenommen, durch ein intensiviertes interdisziplinäres Arbeiten eine differenzierte, der Komplexität des Gegenstands angemessene empirische Praxis in der Fremdsprachenforschung weiterentwickelt werden soll, bleibt die Empfehlung, die Zusammenarbeit in multidisziplinären Arbeitsgruppen so zu stärken, dass sich schließlich auch die Struktur des For←45 | 46→schungsfelds, sein Selbstverständnis und die ihm zugeschriebenen Fremdbilder verändern: „Kooperation [führt] zu einer andauernden, die fachlichen und disziplinären Orientierungen selbst verändernden wissenschaftssystematischen Ordnung“ (Mittelstraß 2007: 3).

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1 Die von Klippel für die einzelnen Qualifikationsarbeiten aufgeführten Forschungsfelder werden in den Überschriften der folgenden vier Abschnitte jeweils wiedergegeben.