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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Kroatien (Ronja Solveig Faber)

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Ronja Solveig Faber

Kroatien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Kroatien, in der Landessprache Republika Hrvatska genannt, zählt zum Kulturraum Mitteleuropas und wird geographisch zu der Balkanhalbinsel gezählt. Im Norden grenzt das Land an Slowenien, im Osten an Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina. Im Südosten misst Montenegro die kürzeste Grenze zu Kroatien von nur 25 km. Die Adria bildet hingegen im Westen eine 1.778 km lange Küstenlinie und ist zudem die Seegrenze zu Italien (ROSENPLÄNTER, STRIGL 2016: 58). Insgesamt umfasst die Landesgrenze eine Länge von 2.197 km. Des Weiteren gehören Kroatien 1.185 Inseln an, von denen jedoch nur 47 dauerhaft bewohnt sind (KIRCHNER, POTESCHIL, RIEDER, ZÖLCH 2005: 41). Der südlichste Teil Kroatiens verfügt über keine direkte Landverbindung zu dem nördlichen Staatsgebiet, da ein kurzer Küstenabschnitt Bosnien und Herzegowina zugehörig ist. Die Region um die Stadt Dubrovnik bildet damit eine Exklave Kroatiens.

Der Nordwesten des Landes wird von dem Dinarischen Gebirge (Falten- oder Kettengebirge), genauer gesagt von den äußeren Dinariden, geprägt. Dieser Gebirgsteil, mit steil abfallenden Gebirgshängen und durch eine starke Verkarstung gekennzeichnet, ist verglichen mit den inneren Dinariden geologisch jünger. Der dazu gehörende Gebirgszug Velebit an der kroatischen Küste erreicht Höhen von bis zu 1.757 m ü. M. Die höchste Erhebung ist der Berg Dinara, auch Sinjal genannt, der neben vielen weiteren Gipfeln zu dem Dinarischen Gebirge gez...

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