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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Serbien (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Markus Schmidt)

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Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Markus Schmidt

Serbien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Der 77.484 km2 große Staat Serbien liegt im Südosten Europas auf der Balkanhalbinsel. Im Norden grenzt er an Ungarn, im Osten an Rumänien, im Südosten an Bulgarien, im Süden an Mazedonien und das Kosovo, im Südwesten an Montenegro, im Westen an Bosnien-Herzegowina und im Nordwesten an Kroatien. Seit der Abspaltung Montenegros 2006 hat Serbien keinen Meereszugang mehr. Mit seinen ca. 7,1 Mio. Einwohnern und knapp 78.000 km2 liegt Serbien im Vergleich zu anderen Ländern des europäischen Kontinents im Mittelfeld. Im Schnitt kommen etwa 91 Einwohner auf einen Quadratkilometer. Administrativ ist das Land in 119 Kommunen und 26 ← 516 | 517 → Städte eingeteilt. Die Hauptstadt ist Belgrad. Sie zählt 1,66 Mio. Einwohner. Weitere einwohnerstarke Städte sind Novi Sad, Niš und Kragujevac.

Der Region nördlich von Belgrad wird durch ein Tiefland dominiert, das zum großen Teil von der autonomen Region Vojvodina eingenommen und durch die Flüsse Donau und Theiß in die Gebiete Srem (dt. Syrmien), Bačka (dt. Batschka) und Banat dreigeteilt wird. Nur die Hügellandschaften Vršački Breg (641 m ü. M.) und Fruška Gora (539 m ü. M.) ragen aus der Landschaft empor. Der Großteil der Vojvodina ist infrastrukturell sehr gut erschlossen und durch eine Getreidesteppenlandschaft geprägt, die als Kornkammer des Landes gilt.

Südlich von Belgrad...

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