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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Tschechische Republik (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Marc Langen)

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Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Marc Langen

Tschechische Republik

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Tschechische Republik, kurz auch Tschechien genannt, hat als Binnenstaat in Mitteleuropa keinen unmittelbaren Zugang zum Meer. Die flächenmäßige Ausdehnung des Lands umfasst 78.867 km2, wovon 77.247 km2 Landflächen und 1.620 km2 Wasserflächen. Die Außengrenzen haben eine Länge von 2.143 km. Westlich und nördlich verläuft die Grenze zu Deutschland (704 km), im Nordosten zu Polen (796 km), östlich zur Slowakei (241 km) und im Süden zu Österreich (402 km).

Historisch betrachtet besteht Tschechien aus den drei Hauptregionen Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien. Die derzeitige Verwaltungsgliederung sieht 14 sogenannte „höhere selbstverwaltende Regionen“, die „kraj“ vor, welchen ähnliche Aufgaben wie den deutschen Landkreisen obliegen. Hauptstadt ist Prag.

In der Vergangenheit wurde Tschechien aufgrund seiner geographischen Lage als natürliche Festung bezeichnet. Im Südwesten liegt der Böhmerwald, der mit seinen beiden Gebirgsmassiven die Grenze zu Bayern darstellt, während der Nordwesten in Richtung Sachsen von den Erhebungen des Erzgebirges geprägt ist. Der Grenzverlauf mit Polen ist durch die Ausläufer des Elbsandsteingebirges, die Sudeten und das Riesengebirge gekennzeichnet. Im Riesengebirge findet sich auch der höchste Berg Tschechiens, die Schneekoppe (Sněžka) mit 1.602 m ü. M. In Richtung der Slowakei sind die mährisch-schlesischen Beskiden und die Westkarpaten zu finden. Nach Österreich hin finden sich hingegen offen verlaufende Flusslandschaften, die von der March,...

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