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Diachrone Migrationslinguistik: Mehrsprachigkeit in historischen Sprachkontaktsituationen

Akten des XXXV. Romanistentages in Zürich (08. bis 12. Oktober 2017)

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Edited By Roger Schöntag and Stephanie Massicot

Der Band vereinigt Beiträge der Sektion Diachrone Migrationslinguistik: Mehrsprachigkeit in historischen Sprachkontaktsituationen des XXXV. Romanistentages zum Thema Dynamik, Begegnung, Migration. Der Fokus liegt dabei auf der Herausarbeitung von pluridimensionalen Sprachkontaktsituationen im Migrationskontext. Die bearbeiteten Zeiträume reichen dabei vom Frühmittelalter bis in die Gegenwart. Insbesondere historisch weiter zurückliegende migrationsbedingte Sprachkontaktszenarien bedürfen zu ihrer adäquaten Erfassung einer spezifischen Herangehensweise. Kernanliegen des Buches ist es deshalb, die prinzipielle Breite vielschichtiger Migrations- und Kontaktszenarien in allen Epochen der Geschichte darzustellen.

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Roger Schöntag/Stephanie Massicot: Einleitung

Einleitung

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Roger Schöntag/Stephanie Massicot(Erlangen)

Die im Rahmen des XXXV. Romanistentages (Zürich 2017) entstandene Publikation vereint Beiträge zur Diachronen Migrationslinguistik, die sich mit historischen Sprachkontaktsituationen sowie der damit zusammenhängenden Migration und Mehrsprachigkeit verschiedenster Epochen auseinandersetzen. Dabei reicht der präsentierte Betrachtungszeitraum vom frühen Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert, so dass auch die Untersuchungsmethoden entsprechend der Verfügbarkeit von Quellenmaterial variieren. Die einzelnen Kontaktszenarien sind sowohl auf der Mikro- als auch auf der Makroebene angesiedelt und umfassen pluridimensionale Dynamiken unter der Beteiligung verschiedener romanischer Sprachen und Varietäten untereinander und/oder mit benachbarten germanischen und slawischen Idiomen.

Das Ziel des vorliegenden Sammelbandes ist die Schärfung des Bewusstseins für die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von plurilingualen Sprachkontaktsituationen, inklusive zugehöriger Varietäten, unter Einbeziehung des Aspektes der Migration und der dadurch ausgelösten Dynamiken sowie für die spezifischen Anforderungen in Bezug auf die Untersuchung einer historischen Konstellation.

Im Folgenden sollen nun die hier versammelten Beiträge für einen ersten Überblick in einer Synthese, weitgehend der Chronologie der jeweiligen historischen Thematik folgend, einzeln vorgestellt werden:

In seinem Beitrag zum Sprachwechsel der Normannen geht Roger Schöntag der Fragestellung nach, welche Ursachen für die relativ rasche sprachliche Assimilation der normannischen Eroberer, die vom Altnordischen zum Altfranzösischen wechselten, ausgemacht werden können. Einer aktuellen These aus der Geschichtswissenschaft folgend, gemäß derer ein Grundzug der Normanitas die Anpassungsfähigkeit ist, die auch gezielt zur Herrschaftskonsolidierung eingesetzt wird, wird in...

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