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Weltanschauung und Textproduktion

Beiträge zu einem Verhältnis in der Moderne

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Edited By Anna S. Brasch and Christian Meierhofer

Weltanschauungen haben zwischen 1850 und 1945 in Deutschland Konjunktur. Als philosophische, wissens- und wissenschaftshistorische Diskursangebote reagieren sie im Prozess der Moderne auf entstehende Synthesemängel, auf Ganzheitsverluste und auf das, was zeitgenössisch schlicht ‚Zersetzung‘ heißt. Vor diesem Hintergrund entsteht ein Korpus an Texten, das sich nicht unter dem Rubrum der ‚Weltanschauungsliteratur‘ allein fassen lässt. Die hier versammelten Studien widmen sich der Heterogenität und Transformation weltanschaulicher Textproduktion. Dabei liegen die Schwerpunkte auf diskurs- und konzeptgeschichtlichen Voraussetzungen, auf Gattungskonventionen und Darstellungsformen, auf buch-, medien- und theatergeschichtlichen Praktiken sowie auf der Reflexivität, Reichweite und Schließung des Diskurses.

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Formen und Bedeutung der Weltanschauungsliteratur bei Kurd Lasswitz (Françoise Willmann)

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Françoise Willmann

Formen und Bedeutung der Weltanschauungsliteratur bei Kurd Lasswitz

Abstract: Kurd Lasswitz’s fundamental concern was to simultaneously foster the progress of the natural sciences and to protect the legitimacy of religious belief. This contribution will investigate the argumentative, rhetorical, and stylistic means that Lasswitz employs in order to defend his difficult position. In the course of the investigation, the discrepancy between the various texts concerning world-views and his productive activity as a writer will become evident, the latter of which takes up the same themes and topics, yet clearly deviates from them with respect to its tone and goal. The author is constantly concerned with providing a basis for an understanding of the world that depends on natural science and is yet to maintain the rights of ethics and aesthetics for the sake of “progress of the process of culture”.

Keywords: Kurd Lasswitz, natural scientific progress, popularisations of science, Neo-Kantianism

Pünktlich zur Jahrhundertwende veröffentlichte Kurd Lasswitz (1848–1910) sein Weltanschauungsbuch Wirklichkeiten. Beiträge zum Weltverständnis. Wem der Name des Autors ein Begriff war, sollte hier nicht unbedingt Neues erfahren: Der Band enthielt, wie Lasswitz gleich einleitend darlegte, „Ergebnisse langjähriger wissenschaftlicher Arbeit“, die er „literarisch zusammengestellt“ habe.1 Ausführlich gibt er zum Schluss Informationen über Quellen und Verarbeitung der Texte in den einzelnen Kapiteln. Die meisten Essays (so seine Bezeichnung) waren bereits in der Zeitschrift Die Nation erschienen,2 andere waren in Der Zeitgenosse, der Neuen freien...

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