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Nachhaltigkeit im Tourismus unter besonderer Berücksichtigung von kleinen Tourismusgemeinden: Herausforderungen, Implementierung, Monitoring

Ergebnisse der 3. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft

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Edited By Anja Wollesen, Christian Eilzer and Manfred Dörr

Der Sammelband enthält die Beiträge der «3. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft». Die Autorinnen und Autoren thematisieren Chancen und Herausforderungen eines nachhaltigen Tourismus, unter besonderer Berücksichtigung kleiner Tourismusgemeinden. Dabei nehmen die Autoren unterschiedliche Perspektiven ein – angefangen bei den politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene bis hin zu Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten. Die Herausforderungen der Implementierung eines betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements in der Gastronomie werden dabei ebenso betrachtet wie das Informationsverhalten von Gästen, die Umsetzung von Monitoringansätzen oder Auswirkungen auf die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung in Cittaslow-Städten.

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Umsetzung von Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene – die wachsende Bedeutung kontextbezogener Monitoringansätze in touristischen Destinationen (Anja Wollesen und Birka Valentin)

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Anja Wollesen und Birka Valentin

Umsetzung von Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene – die wachsende Bedeutung kontextbezogener Monitoringansätze in touristischen Destinationen←7 | 8→←8 | 9→



1 Einleitung

„Immer mehr Kommunen machen sich auf den Weg, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung und zur Umsetzung der Agenda 2030 mit den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen zu leisten.“ (Bertelsmannstiftung 2018c, 4).

Das Thema Nachhaltigkeit ist somit auf kommunaler Ebene angekommen. Dies wird nicht zuletzt durch die Vielzahl von Nachhaltigkeitsberichten und Dokumentationen lokaler Agenda 21 Prozesse deutlich. Das bereits im Jahr 1992 in Rio de Janeiro durch Regierungsvertreter aus 179 Staaten verabschiedete Aktionsprogramm wurde in Deutschland bislang von 2.600 Kommunen zum Anlass genommen, eine „Lokale Agenda“ zu erarbeiten, in der Lösungen für lokale Aktivitäten zur Nachhaltigkeit aufgezeigt werden.1

Während auf der Regierungsebene „nationale Nachhaltigkeitsstrategien“ entwickelt werden, sind Kommunen aufgefordert, ihre eigene Agenda 21 zu entwickeln und dabei in den Dialog mit ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie örtlichen Organisationen und Stakeholdern zu treten, um gemeinsam ein lokales Handlungsprogramm zu entwickeln. Im Kapitel 28 der Agenda 21 wird die besondere Rolle der Kommunen als Politik- und Verwaltungsebene für die Information, Mobilisierung und Sensibilisierung der Bevölkerung für eine nachhaltige umweltverträgliche Entwicklung hervorgehoben.

Tourismus ist auf kommunaler Ebene nur ein Handlungsfeld von vielen. Für Kommunen, deren Wertschöpfung maßgeblich vom Tourismus abhängt, ist die nachhaltige Kommunalentwicklung jedoch unmittelbar mit...

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