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Wirtschaftsmetaphorik im deutschen und polnischen Pressediskurs

Eine konfrontative Studie

Series:

Kornelia Kansy

Die Autorin präsentiert in dem Buch ein korpusbasiertes Studium der Wirtschaftsmetaphorik in der deutschen und polnischen Presse. Vor dem onomasiologisch-kognitiven Hintergrund stellt die Autorin die abstrakte und komplexe Wirtschaftsdomäne als Zielbereich verschiedener metaphorischer Konzeptualisierungen vor. Anhand einer Vielzahl an Belegen aus wirtschaftlichen Rubriken verweist sie auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Sprachenpaares Deutsch-Polnisch hinsichtlich der dort auftretenden konzeptuellen Metaphernmodelle. Die von der Autorin vorgenommene empirische Analyse der ermittelten Metaphorik hat einerseits den Gebrauch, die Frequenz, Form und Funktion des untersuchten Phänomens erläutert, andererseits die im Pressediskurs konstruierten Welten aufgegriffen.

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4. Begriffe im Umkreis der Metapher

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Sie sind nicht auf die Kognition beschränkt, sondern reichen

in die Wirklichkeit hinein; und die Dinge der Wirklichkeit geben

immer wieder Anlass zur sinnstiftenden Bedeutungsfindung.

Dieser Prozess bewegt sich zwischen Konvention und Innovation,

zwischen gesellschaftlich vorgegebener Bedeutung

und individueller Erfindung von Bedeutung.

Katrin Kohl

Der Begriff der Metapher fungiert allgemein in der Sprachwissenschaft als ein Ausdruck des nicht-wörtlichen, bildlichen Sprachgebrauchs in einer bestimmten gegebenen Kommunikationssituation.137 Zu weiteren Formen des „uneigentlichen“ Sprechens zählen darüber hinaus folgende Nachbartermini wie Metonymie, Symbol, Allegorie, Phraseologismus oder Stereotyp. Angesicht der Vielzahl der benachbarten Begriffe ist eine enorme Unübersichtlichkeit zu erkennen. Im Folgenden wird der Versuch unternommen, die Grenzen bzw. Verbindungen zwischen den einzelnen Termini herauszuarbeiten.

Im Rahmen der kognitiven Linguistik wurde auch der Metonymie große Beachtung geschenkt. Selbst Lakoff und Johnson sehen in dieser Kategorie großes kognitives Potenzial. Die metonymischen Konzepte betrachten sie als einen Teil, der für das Ganze steht und zum unzertrennlichen Element des alltäglichen Denkens, Handelns und Sprechens wird. Mit den symbolischen Metonymien, die auf der physischen Erfahrung aufbauen, werden im Wesentlichen das Verstehen und Aufnehmen von religiösen und kulturellen Konzepten erleichtert.

Metonymie und Synekdoche basieren auf einer von Nachbarschaft bestimmten Ersetzung zweier Vorstellungen im Rahmen einer konzeptuellen Domäne-Frame.138 Rhetorisch gesehen handelt es sich bei den realen Relationen zwischen zwei Begriffen des gleichen konzeptuellen Bereichs, beispielsweise um eine räumliche, kausale oder temporale...

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