Italienische Literatur im Spannungsfeld von Norm und Hybridität
Übergänge – Graduierungen – Aushandlungen
©2021
Sammelband
314 Seiten
Zusammenfassung
Traditionell gelten die Begriffe Norm und Hybridität in der Literaturwissenschaft als Gegensatzpaar: Normen, wie sie seit der Antike und bis in die Frühe Neuzeit in Regelpoetiken festgehalten oder anderweitig definiert sind, werden im historischen Prozess mittels Hybridisierungen auf verschiedenen Ebenen aufgeweicht oder gebrochen, so dass sich die Hybridität spätestens in der Epoche der Romantik als neue Norm durchsetzt. Dagegen zeigen die hier versammelten Studien, dass sich die italienische Literatur einer solch eindeutigen Zuordnung entzieht. Es zeichnet sich ein von intrikaten Graduierungen und entsprechenden Aushandlungsprozessen geprägtes Spannungsfeld ab, das auf die grundsätzliche Übergänglichkeit der literarischen Rede weist: Sie ist stets unterwegs zu dem, was sie meint.
Leseprobe
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Copyright
- Autorenangaben
- Über das Buch
- Zitierfähigkeit des eBooks
- Inhalt
- Norm oder Hybridität – Hybridität als Norm? Einleitende Überlegungen: (Barbara Kuhn (Eichstätt) / Dietrich Scholler (Mainz)
- I ZUM WIDERSTREIT VON HYBRIDITÄT UND NORM IN DER FRÜHEN NEUZEIT
- Hybridität wider Willen. Michelangelos Rime: (Christine Ott (Frankfurt am Main))
- Weibliche Selbstautorisierung in der Renaissancedichtung. Zur hybriden Performanz des Dazwischen bei Gaspara Stampa: (Isabella R. Vergata (Mainz))
- Norm und Hybridität in der Kulturgeschichtsschreibung des Settecento. Überlegungen zur Periodisierung von Mittelalter und Renaissance bei Girolamo Tiraboschi: (Susanne Tichy (Marburg))
- Vittorio Alfieri und die Supernorm der Tragödie: (Gesine Hindemith (Stuttgart))
- II ERZÄHLEN ZWISCHEN NORM UND HYBRIDITÄT IM 19. UND 20. JAHRHUNDERT
- Novellistisches Erzählen. Norm, Affekt und narratio bei Verga und Pirandello: (Dagmar Stöferle (München))
- Lo sguardo ibrido di Senilità. Svevo e Charcot: (Silvia Contarini (Udine))
- Evenementielle Einheit und narrative Hybridität. Die deutsche Kriegsgefangenschaft in Testimonialtexten von C. E. Gadda und B. Tecchi: (Michael Schwarze (Konstanz))
- Ibrido e trasgressione della norma in Pier Paolo Pasolini: (Giulia Lombardi (München))
- Italo Calvinos Le città invisibili. Ironisierung der utopischen Norm: (Christoph Söding (Berlin))
- III METAMORPHOSEN VON NORM UND HYBRIDITÄT IM KONTEXT VON (POST-)KOLONIALISMUS UND MIGRATION
- «Cosa significa oggi essere italiani?» Hybridität und Norm in Italienbildern von Immigration und Emigration in der Literatur der Gegenwart: (Eva-Tabea Meineke / Stephanie Neu-Wendel (Mannheim))
- Misslingendes othering. Kolonialismus und Faschismus in Andrea Camilleris Il nipote del Negus (2010): (Karen Struve (Bremen))
- Hybridität als Norm – Amara Lakhous und Igiaba Scego im Vergleich. Scontro di civiltà per un ascensore a piazza Vittorio (2006), Adua (2015): (Milan Herold (Bonn))
- Hybriditätserkundungen. Migration und letteratura impegnata in Melania G. Mazzuccos Io sono con te. Storia di Brigitte (2016): (Elisabeth Tiller (Dresden))
Details
- Seiten
- 314
- Erscheinungsjahr
- 2021
- ISBN (Hardcover)
- 9783631829110
- ISBN (PDF)
- 9783631841167
- ISBN (ePUB)
- 9783631841174
- ISBN (MOBI)
- 9783631841181
- DOI
- 10.3726/b17919
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 2021 (Januar)
- Schlagworte
- Renaissancelyrik Kulturgeschichts-schreibung Tragödie Novellistik Kriegstagebuch Utopie Kolonialismus Faschismus Interkulturalität Migration Psychopathologie / Hysterie Jean-Martin Charcot Italienbilder Michelangelo Buonarroti Gaspara Stampa Girolamo Tiraboschi Vittorio Alfieri Giovanni Verga Luigi Pirandello Italo Svevo Carlo Emilio Gadda Bonaventura Tecchi Pier Paolo Pasolini Italo Calvino Andrea Camilleri Amara Lakhous Igiaba Scego Melania G. Mazzucco Geneviève Makaping Antar Mohamed Wu Ming 2
- Erschienen
- Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2021. 314 S.
- Produktsicherheit
- Peter Lang Group AG