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Pflegerische Versorgung alter Menschen

Qualität – Konzepte – Rahmenbedingungen Festschrift für Prof. Dr. Stefan Görres

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Edited By Ingrid Darmann-Finck and Heike Mertesacker

Die Pflege hat eine zentrale Rolle in der Versorgung alter Menschen. Sie trägt dazu bei, dass alte Menschen trotz Einschränkungen, z.B. in der Selbstständigkeit, ein Leben in Würde und Selbstbestimmung führen können. Renommierte Autorinnen und Autoren konkretisieren, welches genau das Ziel der Pflege von alten Menschen sein soll und wie die Qualität in der Langzeitpflege weiterentwickelt und gemessen werden kann. Weitere Beiträge thematisieren Herausforderungen und Konzepte in der spirituellen Begleitung von zu pflegenden Menschen und hinsichtlich des Einsatzes von digitalen Technologien. Schließlich werden rechtliche und qualifikatorische Rahmenbedingungen diskutiert sowie Chancen und Desiderata von Pflegeforschung herausgearbeitet.

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Spiritualität als eine Dimension beziehungsorientierter Pflege

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Andreas Kruse

Der Beitrag, in dem Aspekte der Spiritualität in ihrer Bedeutung für die Pflege diskutiert werden sollen, nimmt seinen Ausgang bei einer Definition von Spiritualität wie auch bei der Bedeutung, die die Spiritualität für ein umfassendes Verständnis von Heilung besitzt. Schon aus dieser grundlegenden Analyse, verbunden mit empirischen Befunden, geht hervor, dass die spirituelle Dimension einer Person von großem Gewicht für eine umfassend konzipierte Pflege ist. Spiritualität kann im Kern im Kontext ihrer biografischen Bezüge verstanden werden, denn die Frage nach dem „Woher“ und „Wohin“ unserer Existenz – eine der leitenden Fragen spirituellen Fragens – führt uns zur Biografie der Person, die ebenfalls einen bedeutenden Referenzpunkt beziehungsorientierter Pflege bildet. In dem folgenden Beitrag wird die Biografie aus der Perspektive des Lebensrückblicks und des story-Konzepts behandelt; es wird dargelegt, welche Bedeutung diese beiden Perspektiven für die Pflege besitzen. In einem weiteren Abschnitt gilt die Aufmerksamkeit zentralen Aussagen der Existenzanalyse Viktor Frankls, die die geistige Dimension sowie die Unverwechselbarkeit der Person, darüber hinaus deren dynamisches Verständnis in das Zentrum rückt. Welche Folgerungen ergeben sich aus diesem Person-Konzept für pflegerisches Handeln? Eine ganz ähnliche Frage wird mit Blick auf die Würde sowie auf die Selbst- und Weltgestaltung des Individuums als Ausdruck von Würde gestellt. Schließlich thematisiert der Beitrag philosophische Arbeiten zum „Antlitz des Anderen“ (Emmanuel Lévinas) und theologisch-ethische Arbeiten zur „Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben“ (Albert Schweitzer), die den Blick...

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