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Über die Anfänge des Denkens − Kognition und Siedlung

Soziologie der Steinzeit – von der Höhlenmalerei zum Göbekli Tepe

Lars Hennings

Diese Studie sammelt Thesen für eine interdisziplinäre Forschung der Soziologie als Leitwissenschaft zur Erkundung der Steinzeit. Nach Ankunft des Homo sapiens von Afrika nach Westeuropa beginnt nach dessen biologischer Stabilisierung seine weitere Formung als sozialer, sich selbst verändernder Prozess. Die Artefakte zeigen zu Beginn einen sehr schlichten Typus, der sich eben erst von Homo erectus und neanderthalensis entfernt. Die humanen Veränderungen folgen nicht mehr der Darwinschen Zuchtwahl. Bald entstehen, bei wildbeuterischer Lebensweise, feste Siedlungen, die die Sozialität ausweiten, eine Sprech-Sprache fördern und mit den Anfängen des Denkens eine frühe traditionale Logik ausbilden, die über Sumer, Griechenland ins europäische Denken führt.

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Psyche und Bewusstsein

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. Blicken wir auf heutige psychische Probleme und Abweichungen, wird als wesentliche Ursache oft Stress erkannt, sagen Gerhard Roth und Nicole Strüber. Und manche Auswirkungen dieser Probleme erinnern an normales Verhalten von rezenten Urvölkern, (Lévy-Bruhl) die wir zudem oft ähnlich bei Leuten mit Verletzungen des Präfrontalen Kortex finden.

Daraus ergibt sich die Frage, ob solche Verhaltensweisen nicht generell auf frühere verweisen, die ich oben als wirr charakterisiert habe. Das wurde in der Forschung früher bereits gefragt, wie manches hier, doch durch besseres Wissen haben wir heute einen weiteren brauchbaren Hinweis auf eine historisch fortschreitende Differenzierung der Kognition, deren Logik jedoch selbst in unserer rationalen Gesellschaft in manchen Fällen nicht erreicht und als Abweichung erst heute diagnostiziert werden kann und damit erzeugt wird.

Basis der Annahme einer historischen Differenzierung des steinzeitlichen Gehirns bis heute sind also die modernen neurologischen Wissenschaften. Ich stelle mir den Typus der heutigen Gehirne in den europäisch geprägten Kulturen als erst seit dem 20. Jahrhundert hochkomplex und ausdifferenziert vor, wobei ausdifferenziert für die Ordnung der synaptischen Struktur steht und für mehr Unterscheidungsfähigkeit; also kein Identitätsdenken mehr. Seit die Neurologie zu solcher Diagnose fähig wurde, gibt es Menschen mit nun definierten geistigen Störungen oder als krankhaft zu diagnostizierendem Geist, wenn von äußeren biologischen Schäden abgesehen wird.

Menschen mit Antisozialer Persönlichkeitsstörung (APS), wie sie von Roth/ Strüber beschrieben werden, zeigen also zum Teil Verhaltensweisen,...

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