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Der Stromgroßhandel in Deutschland

Die Anwendung des Wertpapierhandelsgesetzes auf den deutschen Stromgroßhandel zur Stärkung der Marktintegrität

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Markus Wiesner

Der deutsche Strommarkt war in der Vergangenheit immer wieder dem Vorwurf der Manipulation ausgesetzt. Diese Arbeit will zeigen, inwieweit Insiderhandel und Marktmanipulation insbesondere an der Strombörse möglich sind und mit welchen Mitteln man diese verhindern kann. Dabei wird aber auch der außerbörsliche Markt einbezogen, da die Warenderivatmärkte gegenüber den eigentlichen Wertpapiergeschäften verschiedene Besonderheiten aufweisen. Der Autor zeigt, dass es gerade bei Stromderivaten möglich ist, auf dem außerbörslichen Markt Einfluss auf die Strombörse zu nehmen und umgekehrt. Ebenso besteht eine noch engere Verknüpfung zwischen den Derivaten und den physischen Stromgeschäften, als dies bei Wertpapieren der Fall ist. Dadurch greifen die im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) geregelten Instrumente zur Steigerung der Marktintegrität nicht an allen Warenmärkten.

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E) Dienstleistungen 72

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72 IV. Sprachgebrauch an der EEX Im Regelwerk der EEX gibt es verschiedene Handelsteilnehmer. Deren Be- zeichnung wird leider teilweise abweichend zum allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Das Regelwerk der EEX spricht einerseits von dem Börsenteilneh- mer. Dies sind alle am Spothandel der EEX zugelassenen Unternehmen.318 Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch können diese sowohl Händler als auch Makler sein. Händler und Makler sind folglich die Börsenteilnehmer der EEX. Daneben verwendet die EEX ebenfalls den Begriff der Händler, allerdings in ei- nem anderen Kontext. Nach dem Regelwerk der EEX sind Händler die zum Spothandel zugelassenen Mitarbeiter eines Börsenteilnehmers. Sie sind an sich keine Teilnehmer am Stromhandel selbst, sondern sie handeln im Namen und auf Weisung der eigentlichen Teilnehmer. Sie sind weder Händler noch Makler im oben genannten Sinn, sondern lediglich das ausführende „Organ“ derselben. Auch der Begriff des Brokers taucht an der EEX auf. Hier wird darunter allerdings ein Dienstleister verstanden, der für einen oder mehrere zugelassene Börsenteilnehmer den technischen Zugang vermittelt und die Aufträge in das System eingibt. Der Broker selbst ist nicht Vertragspartner des Börsenteilneh- mers, sondern dessen Auftraggeber, also der hinter dem Broker stehende Bör- senteilnehmer. Die Dienste von Brokern werden insbesondere von kleineren Handelsteilnehmern genutzt, die sich die technische Infrastruktur und die Perso- nalkosten nicht leisten können oder wollen. Umgekehrt bieten viele große Bör- senteilnehmer diese Dienstleistung an, da sie sowieso über entsprechende Res- sourcen verfügen und diese möglichst auslasten...

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