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Das Berufsvorbereitungsjahr als Übergang von der Schule zum Beruf

Eine Längsschnittuntersuchung zum Verbleib eines Absolventenjahrgangs und zur Wirksamkeit des Berufsvorbereitungsjahres

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Tanja Alexandra Erban

Gegenstand der Untersuchung sind die Absolventen eines Jahrganges des Berufsvorbereitungsjahres einer Berufsschule in München. Eine deskriptive Bestandsaufnahme erfasst die Zusammensetzung der Zielgruppe und hält den Verbleib am Ende des Schuljahres fest. Im Fokus steht der Karriereverlauf der BVJ-Absolventen, die direkt im Anschluss an das Berufsvorbereitungsjahr eine Ausbildung begonnen haben. Ergänzt wird die explorative Untersuchung durch vertiefende Fallstudien und gibt Aufschluss über die Schwierigkeiten in Schule und Betrieb. Die Zusammenschau der Ergebnisse zeigt, dass einem Drittel dieser BVJ-Absolventen der erfolgreiche Berufsabschluss innerhalb von 3 ½ Jahren geglückt ist. Ein weiteres in Ausbildung verbleibendes Drittel lässt ebenfalls einen erfolgreichen Abschluss erwarten. Insgesamt wird deutlich, dass Jugendliche in benachteiligenden Lebenslagen mehr Zeit für die Ausbildung benötigen und sie intensiver betreut werden müssen.

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2. Theoretische Grundlagen 19

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2 Theoretische Grundlagen 19 2. Theoretische Grundlagen Im folgenden Kapitel werden die Begriffe der Untersuchung erläutert, die wesentliche theore- tische Standpunkte der Arbeit beinhalten. Im Fokus steht in Abschnitt 2.1 die Annäherung an den Begriff Benachteiligung. Dabei erfolgt die Betrachtung von rechtlichen und stigmatisie- renden Blickwinkeln. In Abschnitt 2.2 werden Formen der Benachteiligung, die den Über- gang der Jugendlichen an der ersten Schwelle zur Berufsausbildung erschweren können, er- läutert. Daran anschließend werden in Abschnitt 2.3 die berufsschulischen Angebote vorge- stellt, die zur Förderung der von Benachteiligungen betroffenen Jugendlichen eingesetzt wer- den. 2.1. Annäherung an den Begriff Benachteiligung Wie auch immer die Gründe für den Weg in berufsvorbereitende Maßnahmen aussehen, den Jugendlichen haftet der Ruf an, benachteiligt zu sein. Dabei kennt Benachteiligung viele Ge- sichter. So muss zunächst geklärt werden: Wer gilt als benachteiligt und/oder gehört zur Gruppe der benachteiligten Jugendlichen? Sind es die Schulversager, Schulabbrecher und Schulverweigerer? Sind es die Jugendlichen mit abweichendem Sozialverhalten? Sind es Ju- gendliche mit Heimkarrieren? Sind es Migranten mit unzureichenden Sprachkenntnissen? Oder entstehen durch die Veränderungen der Arbeitswelt und der Wege des Übergangs von der Schule ins Arbeitsleben neue Hürden für den Eintritt in die Erwerbsarbeit und in den Er- wachsenenstatus, neue Risiken der beruflichen und damit auch der sozialen Ausgrenzung?20 Eine Begriffsbestimmung ist abhängig von dem zugrunde gelegten Bewertungssystem, von den als normal anerkannten Maßstäben und von demjenigen, der Maßstäbe und Begriffe...

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