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Das Berufsvorbereitungsjahr als Übergang von der Schule zum Beruf

Eine Längsschnittuntersuchung zum Verbleib eines Absolventenjahrgangs und zur Wirksamkeit des Berufsvorbereitungsjahres

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Tanja Alexandra Erban

Gegenstand der Untersuchung sind die Absolventen eines Jahrganges des Berufsvorbereitungsjahres einer Berufsschule in München. Eine deskriptive Bestandsaufnahme erfasst die Zusammensetzung der Zielgruppe und hält den Verbleib am Ende des Schuljahres fest. Im Fokus steht der Karriereverlauf der BVJ-Absolventen, die direkt im Anschluss an das Berufsvorbereitungsjahr eine Ausbildung begonnen haben. Ergänzt wird die explorative Untersuchung durch vertiefende Fallstudien und gibt Aufschluss über die Schwierigkeiten in Schule und Betrieb. Die Zusammenschau der Ergebnisse zeigt, dass einem Drittel dieser BVJ-Absolventen der erfolgreiche Berufsabschluss innerhalb von 3 ½ Jahren geglückt ist. Ein weiteres in Ausbildung verbleibendes Drittel lässt ebenfalls einen erfolgreichen Abschluss erwarten. Insgesamt wird deutlich, dass Jugendliche in benachteiligenden Lebenslagen mehr Zeit für die Ausbildung benötigen und sie intensiver betreut werden müssen.

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4. Stand der Forschung 85

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4 Stand der Forschung 85 4. Stand der Forschung Kapitel 4 gibt einen Überblick zum Stand der Forschung im Bereich Übergänge an der ersten Schwelle zur Berufsausbildung. Dabei stellt Kapitel 4.1 zunächst allgemein die Übergänge von den allgemein bildenden Schulen in die Berufsausbildung und Berufsausbildungsvorbe- reitung vor und beschreibt mögliche Schwierigkeiten. Kapitel 4.2 berichtet im Anschluss über den Stand der Übergangsforschung im Bereich der Benachteiligtenförderung. Ausgewählte Untersuchungen zum Verbleib nach und zur Wirkung von berufsvorbereitenden Maßnahmen geben Aufschluss über die Forschungsaktivitäten und Forschungsdesiderate in diesem Feld. Abschließend werden in Kapitel 4.3 Schlussfolgerungen für die Herangehensweise der vor- liegenden Untersuchung formuliert. 4.1. Übergänge in die Berufsausbildung Übergänge sind nach Kutscha als Schnittstellen individueller biographischer Verläufe und sozialer Strukturen zu verstehen, wo sich unterschiedliche von der Gesellschaft vorgegebene Entwicklungsbahnen kreuzen.232 Gerade der Übergang von der Schule in die Berufsausbil- dung stellt eine zentrale Weichenstellung für den Erwerbsverlauf dar. Die Berufschancen beim Eintritt in den Arbeitsmarkt – und auch im weiteren Erwerbsverlauf – sind eng gekop- pelt mit den in dieser Phase des Übergangs erworbenen Erfahrungen, Qualifikationen und Zertifikaten. Dabei wird der Übergang von der schulischen zur beruflichen Ausbildung auch als „erste Schwelle“ bezeichnet (vgl. Übersicht 4-1). Schule Berufs- ausbildung Beschäftigung erste Schwelle zweite Schwelle Übersicht 4-1: Das Schwellenmodell233 Diese Phase ist für Jugendliche in der Regel mit einer Berufswahlorientierung verbunden. Das Abwägen der eigenen Kompetenzen mit den erwarteten Anforderungen der Berufswelt kann dazu führen, dass dieser...

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