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Das Berufsvorbereitungsjahr als Übergang von der Schule zum Beruf

Eine Längsschnittuntersuchung zum Verbleib eines Absolventenjahrgangs und zur Wirksamkeit des Berufsvorbereitungsjahres

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Tanja Alexandra Erban

Gegenstand der Untersuchung sind die Absolventen eines Jahrganges des Berufsvorbereitungsjahres einer Berufsschule in München. Eine deskriptive Bestandsaufnahme erfasst die Zusammensetzung der Zielgruppe und hält den Verbleib am Ende des Schuljahres fest. Im Fokus steht der Karriereverlauf der BVJ-Absolventen, die direkt im Anschluss an das Berufsvorbereitungsjahr eine Ausbildung begonnen haben. Ergänzt wird die explorative Untersuchung durch vertiefende Fallstudien und gibt Aufschluss über die Schwierigkeiten in Schule und Betrieb. Die Zusammenschau der Ergebnisse zeigt, dass einem Drittel dieser BVJ-Absolventen der erfolgreiche Berufsabschluss innerhalb von 3 ½ Jahren geglückt ist. Ein weiteres in Ausbildung verbleibendes Drittel lässt ebenfalls einen erfolgreichen Abschluss erwarten. Insgesamt wird deutlich, dass Jugendliche in benachteiligenden Lebenslagen mehr Zeit für die Ausbildung benötigen und sie intensiver betreut werden müssen.

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10. Folgerungen 327

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10 Folgerungen 327 10. Folgerungen Ausgehend von einer umfassenden Deskription eines Absolventenjahrgangs des Berufsvorbe- reitungsjahres wurden in der vorliegenden Arbeit die unterschiedlichen Differenzlinien mög- licher Benachteiligungen untersucht. Des Weiteren wurde aus Sicht von den „erfolgreichen“ Absolventen des Berufsvorbereitungsjahres, also denjenigen mit direkter Berufsausbildungs- aufnahme im Anschluss an das Berufsvorbereitungsjahr, die Wirksamkeit dieser vollzeitschu- lischen Fördermaßnahme reflektiert. Ergänzt und erhärtet wurde die subjektive Sichtweise der Jugendlichen durch die tatsächlichen Daten zum beruflichen Verbleib über den Zeitraum von dreieinhalb Jahren nach Beendigung des Berufsvorbereitungsjahres. Kapitel 10.1 bis 10.3 widmen sich den Optimierungsempfehlungen für die Förderung von Jugendlichen in prekären Lebenslagen. Abschließend erfolgt in Kapitel 10.4 ein Ausblick für den weiteren Forschungs- bedarf. 10.1. Koordinierte Überleitungen an der ersten Schwelle Wie die Übergangsquote (38 Prozent) in Ausbildung im Anschluss an das Berufsvorberei- tungsjahr sowie die Zahlen zu Ausbildungswechsel und –abbrüchen im Untersuchungszeit- raum der vorliegenden Arbeit zeigen, wäre zur erfolgreichen Bewältigung des Übergangspro- zesses eine frühzeitig beginnende individuelle Bildungsbegleitung ebenso sinnvoll wie spe- zielle praxisorientierte Bildungsangebote (z.B. Praxis- bzw. Kooperationsklassen, Produkti- onsschulen). Dabei sollte die Förderung keine isolierte Aufgabe des Übergangssektors sein. Wie bereits vorgestellte Studien zum Verbleib und zur Effektivität von Fördermaßnahmen bestätigen (siehe Kapitel 4.2), beschäftigen sich unterschiedliche erziehungswissenschaftliche Teildisziplinen wie die Sonder-, Sozial-, Schul- und Berufspädagogik sowie die Soziologie und die Psychologie mit der Klientel. Dabei kommt es zwar häufig zu Berührungspunkten und Überschneidungen, jedoch wird...

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