Show Less

Das Berufsvorbereitungsjahr als Übergang von der Schule zum Beruf

Eine Längsschnittuntersuchung zum Verbleib eines Absolventenjahrgangs und zur Wirksamkeit des Berufsvorbereitungsjahres

Series:

Tanja Alexandra Erban

Gegenstand der Untersuchung sind die Absolventen eines Jahrganges des Berufsvorbereitungsjahres einer Berufsschule in München. Eine deskriptive Bestandsaufnahme erfasst die Zusammensetzung der Zielgruppe und hält den Verbleib am Ende des Schuljahres fest. Im Fokus steht der Karriereverlauf der BVJ-Absolventen, die direkt im Anschluss an das Berufsvorbereitungsjahr eine Ausbildung begonnen haben. Ergänzt wird die explorative Untersuchung durch vertiefende Fallstudien und gibt Aufschluss über die Schwierigkeiten in Schule und Betrieb. Die Zusammenschau der Ergebnisse zeigt, dass einem Drittel dieser BVJ-Absolventen der erfolgreiche Berufsabschluss innerhalb von 3 ½ Jahren geglückt ist. Ein weiteres in Ausbildung verbleibendes Drittel lässt ebenfalls einen erfolgreichen Abschluss erwarten. Insgesamt wird deutlich, dass Jugendliche in benachteiligenden Lebenslagen mehr Zeit für die Ausbildung benötigen und sie intensiver betreut werden müssen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

11. Zusammenfassung 343

Extract

11 Zusammenfassung 343 11. Zusammenfassung Die berufliche Benachteiligtenförderung ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten im- mer mehr ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt. Die Geschichte zeigt, dass es seit den Anfängen der Berufsschule bis heute immer Jugendliche gab, die berufsschulpflichtig waren und in keinem Ausbildungsverhältnis standen. Die Gründe für die Ausbildungslosigkeit und die Zusammensetzung der Klientel haben sich im Laufe der Zeit allerdings stark verändert. Galt in den 50er Jahren die junge Frau vom Land als besonders benachteiligt, so trifft dies heutzutage vorrangig auf Jugendliche aus sozial schwachen Schichten sowie Jugendliche mit Migrationshintergrund zu. Es ist davon auszugehen, dass es sich bei den Schwierigkeiten im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung nicht um ein vorübergehendes Phänomen handelt. Und dennoch spiegelt die Bildungslandschaft im Bereich der Benachteiligtenförde- rung eine inkohärente Abfolge verschiedenster schulischer und außerschulischer berufsvorbe- reitender Maßnahmen, Modellversuche, Sofortprogramme und Initiativen wider, die noch zu wenig aufeinander abgestimmt sind. Die vorliegende empirische Längsschnittuntersuchung erfasst im Sinne einer Wirkungs- und Verbleibsuntersuchung das schulische Berufsvorbereitungsjahr aus der Sicht der Absolventen und gibt Einblicke in die Berufs- und Lebenswege der Jugendlichen im Anschluss an das Be- rufsvorbereitungsjahr. Gegenstand der hier vorgestellten Untersuchung sind die Absolventen eines Jahrganges des Berufsvorbereitungsjahres der Berufsschule zur Berufsvorbereitung in München. Diese Be- rufsschule stellt in der Bildungslandschaft eine Besonderheit dar. Sie gilt als monostrukturier- te berufliche Schule, an der keine Fachklassen unterrichtet werden. Unterrichtet werden Ju- gendliche, die im Anschluss an die Hauptschule...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.