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Qualität von Bildung und Kultur- The Quality of Education and Culture

Theorie und Praxis - Theoretical and Practical Dimensions

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Edited By Gerd-Bodo von Carlsburg

Dieser Band dokumentiert eine Reihe von Beiträgen der XVI. Internationalen wissenschaftlichen Konferenz Bildungsreform und Lehrerausbildung zum Thema Qualität von Bildung und Kultur – Theorie und Praxis, die von der Pädagogischen Universität Vilnius (VPU) und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gemeinsam konzipiert und veranstaltet wurde. Das Hauptthema der Konferenz war: Bildungs- und Qualitätsstandards der Hochschul- und Schulbildung: humanistische Tradition und Perspektivenwechsel im Bildungs- und Erziehungsbereich unter Berücksichtigung neuer Strukturen des Denkens und Managementstrategien im Hinblick auf die Herausforderungen der Gesellschaft des kommenden Jahrzehnts.
This volume presents contributions of the 16 th International Scientific Meeting on The Reform of Education and Teacher’s Training to the topic The Quality of Education and Culture – Theoretical and Practical Dimensions. The meeting topic was: Combination of the University and High school education: humanistic/classical tradition and change of perspectives in the field of education and schooling under consideration of new structures of the thinking and management strategies with regard to the challenges of the society of the next decade.

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Zwischen Marginalisierung und positiver Diskriminierung: Auswirkungen der bipolaren Geschlechterkultur auf männliche Grundschullehrer 259

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Robert Baar Zwischen Marginalisierung und positiver Diskriminierung: Auswirkungen der bipolaren Geschlechterkultur auf männliche Grundschullehrer In Deutschland beträgt der Anteil von Männern, die als Lehrer an Grundschulen tätig sind, mittlerweile nur noch 13 Prozent (vgl. Statistisches Bundesamt 2008). Dieser Umstand wird im öffentlichen und medial unterstützten Diskurs verant- wortlich gemacht für das schlechte Abschneiden von Jungen bei international vergleichenden Schulleistungsstudien wie PISA (vgl. PISA-Konsortium 2001). Tatsächlich weisen Jungen im Vergleich zu Mädchen höhere Defizite in der Le- sekompetenz auf, machen seltener Abitur, sind übermäßig stark vertreten in Hauptschulen und Sonderschulen für Lernbehinderungen, werden später einge- schult und werden häufiger nicht in die nächste Klasse versetzt als dies bei Mädchen der Fall ist (vgl. Stürzer 2005: 24ff). Vor allem fehlende männliche Rollenvorbilder und eine feminisierte Schulkultur werden als Gründe für das schulische Versagen der Jungen angeführt. Werden Jungen in den Medien in- zwischen als „Dumme Jungen“ (Spiegel 21/2001), als „Angeknackste Helden“ (ebd.) oder „Unterdrückte Jungs“ (WDR 2007) bezeichnet, so fordern immer wieder verschiedene Kultusminister und Kultusministerinnen die Erhöhung des quantitativen Anteils männlicher Grundschullehrer, allerdings ohne dies bislang politisch durchsetzen zu können.1 Auch Sozialwissenschaftler werden nicht mü- de, vor einer Feminisierung der Grundschule zu warnen. So unterstützt bei- spielsweise der Bielefelder Sozial- und Gesundheitswissenschaftler Klaus Hur- relmann die Forderung nach einer Männerquote an Grundschulen,2 genauso wie der Bozener Entwicklungspsychologe und Familienforscher Wassilios Fthenakis weiblichen Lehrerinnen...

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