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Der Überläufer

Rudolf Diels (1900-1957) – der erste Gestapo-Chef des Hitler-Regimes

de Klaus Wallbaum (Auteur)
©2010 Thèses 378 Pages

Résumé

Rudolf Diels war eine schillernde Persönlichkeit im Dritten Reich, und er war in mehrfacher Hinsicht untypisch. In jungen Jahren ein Liberaler, spielte er zum Ende der Weimarer Republik verschiedene Rollen. Diels arbeitete den Nazis zu, unterstützte aber gleichzeitig den Reichskanzler Kurt von Schleicher in seinem Bemühen, die NS-Bewegung zu spalten. Außerdem hielt er engen Kontakt zu den Kommunisten. Diels wurde 1933 ein wichtiger Mitarbeiter von Hermann Göring. Er wurde als Überläufer von Nazi-Anhängern angefeindet und sah sich zu Treueschwüren gegenüber seinen ärgsten Widersachern, Himmler und Heydrich, gezwungen. Nach 1945 verspürte Diels den Drang, seinen Wechsel zum NS-Regime zu rechtfertigen. Damit verhielt er sich ganz anders als andere belastete Funktionäre aus der NS-Zeit, die mit ihrer stillen und angepassten Art den Wiederaufstieg in der Bundesrepublik organisierten. Diels aber blieb ausgegrenzt, bis zu seinem überraschenden Tod 1957. Das Buch zeigt die Widersprüchlichkeit der Persönlichkeit von Diels und erklärt die Rätselhaftigkeit seines Wirkens.

Résumé des informations

Pages
378
Année de publication
2010
ISBN (Relié)
9783631598184
ISBN (PDF)
9783653004823
DOI
10.3726/978-3-653-00482-3
Langue
allemand
Date de parution
2011 (Août)
Mots clés
Weimarer Republik Reichswerke Hermann Göring Entnazifizierung Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
Sécurité des produits
Peter Lang Group AG

Notes biographiques

Klaus Wallbaum (Auteur)

Der Autor: Klaus Wallbaum, geboren 1961 in Wunstorf, studierte Sozialwissenschaften in Hannover. Er war nach 1989 als Journalist für mehrere Tageszeitungen in Leipzig, Magdeburg und Dresden tätig, seit 1994 ist er landespolitischer Redakteur einer überregionalen Tageszeitung in Hannover. Mit dieser Arbeit hat er als Dr. phil. promoviert.

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