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Methodische Vielfalt in der Erforschung interkultureller Kommunikation an deutschen Hochschulen

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Elke Bosse, Beatrix Kreß and Stephan Schlickau

Dieser Sammelband setzt sich zum Ziel, ein weites Spektrum universitärer Auseinandersetzung mit interkultureller Kommunikation zu umreißen. Dieses Spektrum reicht von den angewandten Forschungsmethoden über Lehrforschungs- bis zu konkreten Praxisprojekten. Die Vielfalt aktueller Beschäftigung mit dem noch immer relativ neuen Forschungsgegenstand spiegelt sich ebenfalls in den Beiträgen: Die wissenschaftlichen Hintergründe der Autoren bilden die Sprachwissenschaft, die Psychologie oder die Erziehungswissenschaft. Der Band wendet sich an Wissenschaftler, Studierende und Praktiker und möchte einen Beitrag zur interdisziplinären Diskussion in einem Umfeld leisten, dessen Erforschung nicht zuletzt durch die voranschreitende Internationalisierung von Hochschulen zunehmend handlungsrelevant wird.

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Teil III: Anwendungsfeld Hochschule

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Internationalisierung und Erforschung interkultureller Kommunikation am Beispiel der Universität Bielefeld Lucyna Darowska Internationalisierung als Praxis- und Forschungsfeld Die Internationalisierungsprozesse an Universitäten und Fachhochschulen haben viele Facetten und laufen in fast allen Bereichen einer Hochschule ab. Für die Mehrzahl dieser Bereiche spielen Erkenntnisse zu kommunikativen Prozessen unter den Bedingungen verstärkter internationaler Ausrichtung der Hochschulen eine große Rolle. Kommunikative Handlungen sind allerdings nicht erst für eine sich internationalisierende Hochschule von Bedeutung; Kommunikation gehört vielmehr zu den wichtigen Säulen moderner Konzepte von Institutionen. Meine Erfahrung in praxisorientierten Bereichen der Hochschule zeigt, dass interkultu- relle Kommunikation, die hier eher als Kommunikation im internationalen Kontext verstanden werden sollte, keiner größeren Aufmerksamkeit bedarf als Kommunikation bei einer nicht-internationalen Zusammensetzung von Gruppen. Allerdings wäre die Zuständigkeit für die Erforschung der Kommunikation internationaler Akteure eher im Forschungsgebiet Interkulturelle Kommunika- tion anzusiedeln. Sinnvoll erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass die internationale Dimension der Kommunikation nicht losgelöst von Erkenntnissen zu kommunikativen Handlungen in verschiedenen kulturellen (und eben nicht unbedingt spezifisch internationalen) Kontexten behandelt wird. Dadurch wird das Interkulturelle nicht als besonders problematisch herausgestellt, sondern als besonderes Phänomen in immer schon komplexen kommunikativen Vorgängen behandelt. Forschungsansätze und Untersuchungsverfahren Für die Internationalisierungsprozesse sind sowohl quantitative als auch qualitative Untersuchungen nützlich. Die qualitative Forschung kann dabei nicht nur eine repräsentative Erfassung von den Stellungnahmen zu standardisierten Fragen ergänzen. Sie kann darüber hinaus eine Annäherung an den Forschungs- gegenstand leisten, die nicht...

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