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Enkulturation durch sozialen Kompetenzerwerb- Enculturation by Acquiring of Social Competences

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Edited By Gerd-Bodo von Carlsburg

Dieser Band dokumentiert eine Reihe von Beiträgen der XVII. Internationalen wissenschaftlichen Konferenz Bildungsreform und Lehrerausbildung zum Thema Enkulturation durch sozialen Kompetenzerwerb, die vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Republik Litauen, der Pädagogischen Universität Vilnius (VPU) und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gemeinsam konzipiert und veranstaltet wurde. Das Hauptthema der Konferenz waren Bildungs- und Qualitätsstandards der Hochschul- und Schulbildung. Dieses Qualitätsmanagement setzt den Erwerb interaktiver Kompetenzen im Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsbereich voraus, die die Befähigung zu Enkulturation ermöglichen im Hinblick auf die Herausforderungen der Gesellschaft des kommenden Jahrzehnts.
This volume presents a series of contributions from the XVII. International Scientific Conference on The Reform of Education and Teacher Training to the topic Enculturation by Acquiring of Social Competences which was conceived and organized by the Ministry of Education and Science of the Republic of Lithuania, Vilnius Pedagogical University (VPU) and Heidelberg University of Education (Germany). Main topics of the conference were education and quality standards of university and high school education. Acquisitions of interactive skills in the educational and social sector are basic to quality management. Basic skills have to be developed for achieving the competence of enculturation in order to meet the challenges of our society in the coming decade.

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Enkulturation. Einführung in die Thematik 29

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Kathrin Ding, Gerd-Bodo von Carlsburg Enkulturation Einführung in die Thematik Dem Menschen ist es gelungen in nahezu allen Lebensräumen heimisch zu werden. Diese enor- me Anpassungsleitung wird durch seine „nor- malisierte Frühgeburt“ im Vergleich zur Tier- welt möglich (Portmann in Gehlen 1961, S. 56), die eine „Unspezialisiertheit“ (Gehlen 1961, S. 47) zur Folge hat. Statt ausgeprägter Instinkte besitzt der Mensch eine hohe Lernfähigkeit, die ihm eine aktive Gestaltung seiner Umwelt ermöglicht. Dies ist aber nur in Gemeinschaft möglich, der Mensch als Kulturwesen ist auf (s)ein Leben in einer durch Werte und Normen geprägten Gesellschaft angewiesen, deren Sinn- haftigkeit nach und nach internalisiert. Dieser (Erfahrungs-)Prozess des automatischen Hinein- wachsens in die jeweilige Kultur durch die selbstverständliche und unreflektierte Über- nahme von Denk- und Handlungsmustern defi- niert sich unter der Begrifflichkeit Enkulturation. In Analogie zu einem Beutel- tier, das als Embryo geboren, sich erst im Beutel der Mutter fertig entwickelt, wird auch der Mensch als „extrauterine Frühgeburt“ erst durch den Prozess der Enkulturation (über-)lebensfähig. Nach ca. einem Jahr hat der Säugling dann den Entwicklungsstand erreicht, mit dem Tiere bereits geboren werden. (vgl. Portmann 1951) Adolf Portmann (1897-1982) aus: www.merke.ch/biografien/ biologen/portmann.php Der kulturanthropologische Begriff Enkulturation ist somit als Teil der Soziali- sation zu verstehen, wobei Sozialisation als die Gesamtheit aller Lernprozesse definiert wird, die aus der wechselseitigen diskursiven Kommunikation des Menschen mit seiner Umwelt resultieren. Voraussetzung ist, dass das Indivi- duum in der Lage ist, seine Sozialisation...

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