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Antisemitismus in der Linken

Ergebnisse einer quantitativen Befragung

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Maximilian Elias Imhoff

Diese Studie prüft die Existenz des linken Antisemitismus und erörtert mögliche Ursachen. Dazu wurden 218 Linke befragt und die Antworten statistisch ausgewertet. Die abgefragten antisemitischen Ressentiments verdichten sich bei 17 Prozent zu einem Antisemitismus. Dieser ist statistisch gesehen fester Bestandteil bestimmter Weltbilder; er hängt ab von Antizionismus, flacher und völkischer Kapitalismuskritik, Pazifismus und der Nutzung linker Medien.

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3. Methode der Erhebung 97

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97 3. Methode der Erhebung Als Methode wird eine standardisierte Online-Befragung gewählt. Der Vorteil einer Online-Befragung liegt in der einfachen Erreichbarkeit der Teilnehmer sowie in dem relativ geringen Aufwand für die Teilnehmergewinnung. In Kauf zu nehmen ist dafür, dass Linke ohne regelmäßigen Internetzugang von der Er- hebung ausgeschlossen sind. Die Erhebung lief vom 27.08.2010 bis zum 12.09.2010. Die Befragung war für jeden, der den Link kannte, frei zugänglich. Als Host diente Unipark384. Durch die Speicherung computerbezogener Daten war die Manipulation der Be- fragung, immer ein Problem von Onlinebefragungen,385 mittels Mehrfachbeteili- gung nur mit viel Aufwand möglich. 3.1. Auswahl der Stichprobe Beworben wurde die Befragung mit einer Bannerschaltung auf der Seite www. junge-welt.de vom 27.08.2010 bis zum 30.08.2010. Die Bannerschaltung sollte garantieren, dass junge Welt-Leser und leninistisch-antiimperialistische Linke ausreichend in der Stichprobe vertreten sind. Aus Kostengründen wurde von weiteren Anzeigenschaltungen abgesehen. Um Leserschaften weiterer Zeitungen und andere Typen von Linksradikalen zu gewinnen, wurde in den Studivz/Meinvz-Gruppen (www.studivz.net) der „Jungle World“ und „konkret“ geworben. Darüber hinaus wurde der Link mit Vorstellungstext für die Umfrage durch ein Schneeballsystem per E-Mail wei- tergeben. Mit der Bitte um Weiterleitung wurde die Werbung gezielt an linke Aktivisten gesandt. Dadurch ist nicht mehr feststellbar, wo der Link überall ver- öffentlicht wurde. In jedem Fall aber ging er über den E-Mail-Infoverteiler von „Münster alternativ“386, „Bildungsstreik-Münster“387 und „Reflect! – Assoziati- 384 Unipark: http://www.unipark.info/. (Stand: 11.11.2010) 385 Blöbaum 2009: 430. 386 Münster alternativ:...

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