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Karl Leimer und Walter Gieseking als Klavierpädagogen

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Ricarda Braumandl

In dieser Arbeit gilt es, mittels Textanalyse die Methode Leimer-Gieseking zu beschreiben. Dies ist nicht losgelöst zu betrachten vom Leben und Wirken Karl Leimers und Walter Giesekings als Klavierpädagogen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Methode Leimer-Gieseking heute noch aktuelle Aspekte in sich birgt wie Natürlicher Vortrag, Reflexion oder Relaxation. Eine Diskussion der Leimer’schen und Gieseking’schen Fingersatzgestaltung führt zu neuen Dimensionen im Rahmen der psycho-physiologischen Klavierspieltechnik, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Friedrich Adolf Steinhausen ihren Ausgang genommen hat.

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III. Biographien 21

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III.Biographien A. Karl Leimer 1.Ausbildung Über Karl Leimers Leben ist in der Literatur nur wenig zu finden. In vorliegen- den Quellen konnten folgende Einzelheiten ausfindig gemacht werden. Leimer wurde am 22. Juni 1858 in Biebrich (bei Wiesbaden) als Sohn des Bildhauers Peter Anton Leimer und seiner Ehefrau Pauline5 geboren. In Wiesbaden ging er auf die Vorschule. Im Anschluss daran besuchte er das dortige humanistische Gymnasium bis zur Obertertia und die Oberklassen des Realgymnasiums. Im Oktober 1875 immatrikulierte er sich an der damaligen Polytechnischen Schule (heute Technische Hochschule) in Karlsruhe. Er interessierte sich zunächst für die Berufsausbildung zum Bauingenieur. Auf Veranlassung des Hofpianisten Wilhelm Krüger wandte er sich aber der Musik zu und studierte von 1878 bis 1882 bei ihm am Stuttgarter Konservatorium6 Klavier. Außerdem nahm er Un- terricht in Theorie bei Immanuel Faißt7 sowie in Musikgeschichte und Instru- mentation bei Ludwig Stark8.9 2.Direktor des Königsberger Konservatoriums Auf Empfehlung des bekannten Musikpädagogen Sigmund Lebert10, der eben- falls am Stuttgarter Konservatorium lehrte, wurde Leimer nach dem erfolgrei- 5) Peter Anton Leimer (geb. am 15.09.1826, gest. am 08.04.1907) war Bildhauer und verheiratet mit Pauline Leimer, frühere Held (geb. am 12.08.1826, gest. am 08.05.1907) (vgl. DML 1929, 824). 6) Das seit 1865 bestehende Konservatorium in Stuttgart ging aus der 1857 gegründeten dortigen Musikschule hervor (vgl. E. Stiefel 1989, 410). 7) Immanuel Faißt (1823-1894) lehrte am Stuttgarter Konservatorium u.a. Orgel und Chorgesang (vgl. R. Sietz 1989, Bd. 3, 1736). 8) Ludwig Stark (geb. am 19.06.1831...

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