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Karl Leimer und Walter Gieseking als Klavierpädagogen

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Ricarda Braumandl

In dieser Arbeit gilt es, mittels Textanalyse die Methode Leimer-Gieseking zu beschreiben. Dies ist nicht losgelöst zu betrachten vom Leben und Wirken Karl Leimers und Walter Giesekings als Klavierpädagogen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Methode Leimer-Gieseking heute noch aktuelle Aspekte in sich birgt wie Natürlicher Vortrag, Reflexion oder Relaxation. Eine Diskussion der Leimer’schen und Gieseking’schen Fingersatzgestaltung führt zu neuen Dimensionen im Rahmen der psycho-physiologischen Klavierspieltechnik, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Friedrich Adolf Steinhausen ihren Ausgang genommen hat.

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IV. Zur Methode Leimer-Gieseking 67

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IV.Zur Methode Leimer-Gieseking A. Quellen Den Ausführungen über seinen Unterricht zufolge strebt Leimer eine Ausbil- dung vom Anfänger zum fortgeschrittenen Pianisten an. Für den Anfangsunter- richt schreibt der Klavierpädagoge den Kurze[n] Leitfaden für den ersten Kla- vier-Unterricht für Klavier-Lehrer und —Lehrerinnen. Besonders zum Gebrauch für die Schüler des Klavier-Lehrer und —Lehrerinnen-Seminars des Konservato- riums für Musik in Königsberg i./Pr. (1938). Er enthält Angaben hinsichtlich Fingersatz, Takt, Anschlag, Haltung des Armes und der Hand. Leimer versteht sein Buch als eine Elementarlehre, die alles darlege, was der Schüler unter allen Umständen421 beherrschen müsse. Sein Handbuch für den Klavierunterricht in den Unter- und Mittelstufen (1918) ergänzt diese Inhalte und behandelt darüber hinaus Fragen der Formenlehre, der Phrasierung, des Pedalgebrauchs, der Ton- bildung sowie des Klavierbaus. Ferner diskutiert er spieltechnische Probleme und geht vermehrt auf die Verzierungslehre ein. Pädagogisch interessant ist die Wissensvermittlung mittels Fragebogen im Anhang.422 Die Methode Leimer- Gieseking ist für fortgeschrittene Pianisten gedacht. Einsicht bieten Leimers Hefte Modernes Klavierspiel nach Leimer-Gieseking (1931) und Rhythmik, Dy- namik, Pedal und andere Probleme des Klavierspiels nach Leimer-Gieseking (1938). Einzelheiten hierüber sind zudem in den Akten des ehemaligen Städti- schen Konservatoriums in Hannover zu finden. Als sehr informativ erweist sich ein Vortrag von Karl Rolan, der am Städtischen Konservatorium Methodikunter- richt erteilte. Er stammt aus dem Jahr 1929 und lautet: Das moderne Klavier- spiel nach K Leimer. Ansichten und Methoden früherer...

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