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Karl Leimer und Walter Gieseking als Klavierpädagogen

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Ricarda Braumandl

In dieser Arbeit gilt es, mittels Textanalyse die Methode Leimer-Gieseking zu beschreiben. Dies ist nicht losgelöst zu betrachten vom Leben und Wirken Karl Leimers und Walter Giesekings als Klavierpädagogen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Methode Leimer-Gieseking heute noch aktuelle Aspekte in sich birgt wie Natürlicher Vortrag, Reflexion oder Relaxation. Eine Diskussion der Leimer’schen und Gieseking’schen Fingersatzgestaltung führt zu neuen Dimensionen im Rahmen der psycho-physiologischen Klavierspieltechnik, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Friedrich Adolf Steinhausen ihren Ausgang genommen hat.

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VIII. Die Methode Leimer-Gieseking verstanden als Mentales Training 148

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VIILDie Methode Leimer-Gieseking verstanden als Mentales Training Sätze wie - ...daß die anfangs mechanische Arbeit später reine Geistesarbeit w i r d881 - lassen vernuten, dass es sich bei der Methode Leimer-Gieseking um ein Mentales Training im Sinne eines Klavier- spielens ohne äußere Bewegungen handelt. A. Zum Begriff Mentales Training Mitte der 60er Jahre führt Eberhard Ulich882 im deutschsprachigen Raum den Begriff Mentales Training ein. Er definiert ihn als eine Trainingsform: Unter mentalem Training verstehen wir [...] so etwas wie eine geistige Übung durch mehrfache Wiederholung des Ablaufs der zu übenden Tätigkeit883. In der anglo- amerikanischen Literatur herrscht keine einheitliche Terminologie hinsichtlich dieses Begriffs. Bezeichnungen wie mental training884 und symbolic rehearsal885 sind gleichermaßen anzutreffen. Vermutlich ist hier das Mentale Training weni- ger als eine Trainingsfoini zu verstehen, als vielmehr als ein Trainingsziel zur Verbesserung psychischer Handlungsvoraussetzungen. In diesem Sinne ist das Mentale Training als ein psychologisches Training oder ein Training, das die Entwicklung und Verbesserung psychischer Handlungsvoraussetzungen ansteu- e 886 rt , anzusehen. Im Sportbereich dient das Mentale Training zumeist als eine Alternative zum motorischen Training. Es umfasst das verbalinformative, ideomotorische und observative Training.887 Wie diese mentalen Übeweisen anzuwenden sind, wird der Autorin bei einem Gespräch mit Mia Engi888, mehrfache Weltcupsiege- 881)K. Leimer 1959, 26. 882)Eberhard Ulich schrieb seine Habilitation Psychologische Aspekte von Arbeitszeit und Freizeit vom 21.06.1965 bei der Fakultät für Maschinenwesen und Elektrotechnik an der Technischen Universität in München (vgl. JVH 1968, 963). 883) Zitiert nach R....

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