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Investitionen in Kraftwerke zur Sicherung einer zuverlässigen Elektrizitätsversorgung nach der Energiewende

Rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen

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Edited By Franz Jürgen Säcker

Ziel der Energiewende ist es, langfristig eine flächendeckende Energieversorgung durch erneuerbare Energien zu erreichen. Derzeit kann die installierte Nennleistung aller durch Windkraft erzeugten Energie jedoch erst 20% der Nachfrage abdecken. Umfangreiche Investitionen sowohl in Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien als auch in konventionelle Kraftwerke sind demnach erforderlich. Ebenso sind der umfassende Ausbau der Netze sowie die Umstellung auf das smart metering hierfür integrale Bestandteile. Unter welchen Voraussetzungen private Investitionen in neue Kraftwerke zu erwarten sind, ist eine zentrale Fragestellung im Rahmen der Energiewende, die durch diesen Tagungsband sowohl von rechtlicher und technischer als auch ökonomischer Seite erörtert wird.

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Vorwort

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Der geplante Ausbau der Offshore- und Onshore-Windkraftwerke im nächsten Jahrzehnt wird dazu führen, dass zusammen mit der installier- ten Leistung aus Solarenergieanlagen eine Kapazität aufgebaut wird, die an Tagen mit starker Wind- und Sonnenleistung die Nachfrage vollstän- dig decken kann und sogar erlaubt, Windstrom in benachbarte Staaten zu exportieren. Das gilt allerdings nur für 100 Tage im Jahr. Die Gangli- nien der zeitgleichen Summenleistung aller Übertragungsnetzbetreiber aus dem Jahr 2011 zeigen, dass von der gesamten installierten Nennleis- tung aller Onshore- und Offshore-Kraftwerke (derzeit 30 GW) im Mit- telwert nur 20 % der Nennleistung zur Verfügung stehen. Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Der Einspeisevorrang für erneu- erbare Energien bedeutet unter diesen Umständen, dass, wenn die volle Kapazität der Onshore- und Offshore-Anlagen zur Verfügung steht, alle anderen Kraftwerke (Kohle- und Kernkraftwerke) heruntergefahren werden müssen. In spätestens 10 Jahren ist damit zu rechnen, dass die Auslastung der vorhandenen konventionellen Kraftwerke so gering ist, dass sich eine Investition in neue Kraftwerke nicht lohnt, weil die Ein- satzzeiten aller Voraussicht nach zu gering sein werden. Hinzu kommt, dass die Bereitstellung von Spitzen- und Ausgleichsenergie zur Über- brückung wind- und sonnenarmer Zeiten nicht exklusiv neuen deut- schen Gaskraftwerken vorbehalten bleiben kann, sondern im EU-Single- Market für Energie auch alle Kraftwerke aus den europäischen Nachbar- staaten Energie nach Deutschland liefern können. Es ist daher nicht ver- tretbar, zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits zu sagen, dass auch nach...

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