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Perspektive Pensionopolis!

Anfragen an eine alternde Gesellschaft am Beispiel der Europastadt Görlitz/Zgorzelec in der Euroregion Neiße

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Edited By Erika Steinert and Norbert Zillich

Vergleichende Analysen zur demografischen Alterung und Situation alter Menschen, innovative Praxisprojekte zur Versorgung älterer Bürgerinnen und Bürger sowie politische Artikulationen aus polnischer, tschechischer und deutscher Sicht zusammenzuführen, war Anliegen einer Fachtagung, durchgeführt vom Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Zittau/Görlitz, dem Hochschul-Institut für Transformation, Wohnen und soziale Raumordnung (TRAWOS) sowie dem Verein für grenzüberschreitende soziale Arbeit (GÜSA e.V.). Die Tagungsbeiträge sind überwiegend in diesem Band zusammengestellt. Gemeinsam ist ihnen eine ressourcenorientierte Sicht auf ältere Menschen. Deutlich wird dabei, dass der demografische Wandel eine produktive Kraft für Innovationen, ein Motor regionalwirtschaftlicher Entwicklung – «Pensionopolis» eine Chance für die Entwicklung der Europastadt Görlitz/Zgorzelec sein kann.

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Michael G. Schulze - Perspektive Pensionopolis Görlitz/Zgrozelec aus Unternehmersicht 115

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Dipl.-Ökonom Michael G. Schulz, Geschäftsführer der IMMOFANT GmbH, Görlitz Perspektive Pensionopolis Görlitz/Zgorzelec aus Unternehmersicht Die Frage nach der „Perspektive Pensionopolis" wird für Görlitz/Zgorzelec mit- telfristig zu einer ganz wichtigen Überlebensfrage. Um die Beantwortung der Frage vorweg zu nehmen: Der Erfolg oder Misserfolg ergibt sich aus der Um- setzungsqualität eines interessanten Angebotes für Menschen in der zweiten Le- benshälfte, die in der ersten Lebenshälfte Erfolg hatten, insbesondere auch öko- nomischen Erfolg. Doch vorweg muss man sich die Misere aus der Beschreibung des negativen Trends der Jahre der Nachwendezeit vor Augen halten, um die Handlungsalter- nativen zu verstehen und besser werten zu können. Folgende Merkmale lassen sich zusammenfassen: dramatischer Bevölkerungsschwund durch negativen Saldo der Summe aus Wegzügen und Sterberate abzüglich der Summe der Zuzüge und der Gebur- tenrate. Dieser Negativsaldo erreichte in der Spitze einen Verlust von fast 4000 Menschen pro Jahr, extremer Anstieg der Überalterung der Bevölkerung: Für den Görlitzer Bevöl- kerungsteil heißt dieses, dass das Durchschnittsalter jahrelang über 40 Jahre betrug. Derzeit ist die Tendenz wieder leicht fallend, kontinuierliche Steigerung der Arbeitslosenquote auf nahezu 25 % der Er- werbstätigen: Die echte Arbeitslosenquote liegt höher, steigende öffentliche Defizite mit der Folge der Einschränkung der öffentli- chen Haushalte, stark abnehmende Steuereinnahmen und Zuweisungen des Bundes und der Länder. Dieses ist alles Zeichen eines umfassenden Schrumpfungsprozesses, ein Phäno- men, das nicht nur Görlitz/Zgorzelec kennt. Wie kann...

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