Show Less

Bilinguales Lernen

Unterrichtskonzepte zur Förderung sachfachbezogener und interkultureller Kompetenz

Series:

Edited By Friedrich Lenz

Seit den neunziger Jahren erfreuen sich bilinguale Lehr- und Lernprogramme immer größerer Beliebtheit. Vor allem englischsprachige Schulprofile wecken das Interesse von Eltern, Schülern und Bildungspolitikern. Die fachdidaktischen Implikationen dieser Entwicklungen standen im Fokus des 5. Niedersächsischen Kolloquiums der Fremdsprachendidaktik, das im November 2010 an der Universität Hildesheim stattfand. Inspiriert von dieser Diskussion stellt der Band aktuelle Konzepte bilingualen Unterrichtens aus verschiedenen Perspektiven vor. Die Bedeutung und Entwicklung des bilingualen Sachfachunterrichts wird sowohl aus der Sicht der Spracherwerbsforschung als auch aus dem Blick der Sachfächer untersucht. Es wird danach gefragt, wie neben sprachlichen auch sachfachbezogene und interkulturelle Kompetenzen entfaltet werden können. Auf der Grundlage von CLIL- sowie Immersionsprojekten veranschaulicht der Band die Konzepte bilingualen Lernens im Hinblick auf verschiedene Adressatengruppen. Die Aufsätze greifen aktuelle fachdidaktische Forschungsfragen zur Bilingualität beim Frühen Fremdsprachenlernen in Kindertagesstätten und in Grundschulen ebenso auf wie zum bilingualen Unterricht in den Sekundarstufen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Fremdsprachenfrühbeginn, bilingualer Sachfachunterricht, Interkomprehension

Extract

Geeignete Konzepte zur Förderung von Mehrsprachigkeit in der Schule? Jenny Jakisch 1 Einleitung Im Zuge des Zusammenwachsens der Länder Europas und der Globalisierung gelten gute fremdsprachliche Kenntnisse als wichtige Schlüsselqualifikation für beruflichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Die Forderung nach individu- eller Mehrsprachigkeit ist dabei unbestrittene Leitlinie der europäischen Spra- chenpolitik. Auf einer Sitzung des Europäischen Rates 2002 in Barcelona setz- ten sich die Staats- und Regierungschefs zum Ziel, dass jeder Bürger Europas zusätzlich zur Muttersprache über ausbaufähige Kenntnisse in zwei weiteren Fremdsprachen verfügen und je nach Situation Gebrauch von verschiedenen Fremdsprachen machen kann („Muttersprache plus zwei“ oder auch „M+2“). So soll die besondere europäische Situation der sprachlichen und kulturellen Viel- falt erhalten und die Entwicklung einer europäischen Identität gefördert werden. Es fällt vor allem in den Aufgabenbereich der Schulen, der Forderung nach Erziehung zu Mehrsprachigkeit gerecht zu werden und die Schüler auf die er- höhten fremdsprachlichen Anforderungen vorzubereiten. Die Präsenz, die dem Thema in der fachdidaktischen Diskussion zuteilwird, deckt sich allerdings der- zeit noch nicht mit dem Stellenwert, den die Entwicklung von Mehrsprachigkeit im schulischen Alltag und im Fremdsprachenunterricht einnimmt. Wenngleich sich die Idee einer mehrsprachigen Ausbildung in Dokumenten wie dem Ge- meinsamen Europäischen Referenzrahmen (Europarat 2001: z.B. 17, 163) und den Bildungsstandards für die erste Fremdsprache (KMK 2003: 11) verankert findet und es erste Vorschläge zur unterrichtlichen Implementierung von Mehr- sprachigkeit gibt, scheint der schulische Fremdsprachenunterricht immer mehr...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.