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Die Stimme des Körpers

Vokalität im Theater der Physiologie des 19. Jahrhunderts

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Petra Bolte-Picker

Physiologen des 19. Jahrhunderts produzieren in vielfältigen Experimenten Stimmen aus Leichen und Leichenteilen, welche die rhetorische Einheit von Stimme, Körper und Sprache in Frage stellen. Die Autorin legt vor dem Hintergrund analytischer Theatralität eine detaillierte Diskursanalyse dieser Experimente vor, die deren vorwissenschaftlichen Horizont sowie einen Vergleich mit literarischen und gesellschaftlichen Stimm- und Wahrnehmungsmodellen fokussiert. Die Ergebnisse ihrer Analysen führen, jenseits von Frequenz und Maschine, zu einer anderen Einschätzung des 19. Jahrhunderts sowie zu einer gesellschaftlich wirksamen Definition von Stimme, welche die theoretische Grundlage für ein Theater der Wissenschaft bereit stellt.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort ............................................................................................................ 13 Einleitung: Denk/Schnitt ................................................................................. 15 Kapitel I: Dazwischen die Stimme ................................................................. 31 I. Rhetorik als sekundäres Referenzmodell ............................................ 32 II. Die Metapher des Dazwischen ............................................................ 35 III. Forschungsüberblick ........................................................................... 37 1. Medizinisch-physiologische Funktionalität der Stimme – 2. Physiologisch- funktional orientierte Stimmtheorien: Mathelitsch/Friedrich, Gundermann – 3. Rhetorisch-systematischer Ansatz: Göttert – 4. Rhetorisch-physiognomischer Ansatz: Meyer-Kalkus – 5. Affekt-rhetorischer Ansatz: Kolesch – 6. Schnitt/ Stellen: Zur Problematik der Saussureschen Doxa im primären Diskurs – 6.1. Eine andere Lesart: Textgenese als Textexegese – 6.2. Die Anagrammstudien – 6.3. Die Notizen aus dem Nachlass – 7. Prämissen einer psychosemiotischen Theorie der Stimme: Lacan/Rabinovitch, Kristeva, Barthes – 7.1. Die Stimme im Sprechen – 7.2. Die Stimme als vokales Potential – 7.3. Die Stimme und das grain – 8. Psychosemiotische Stimmtheorie: Finter – 8.1. Die Stimme in der Konzeption analytischer Theatralität – 8.2. Spaltung und Atopie – 8.3. Die Stimme in der Psychogenese des Subjekts – 8.4. Intervokalität IV. Zusammenfassung: Stimme im Modell der langage .......................... 89 Kapitel II: Archäologie eines Imaginären der Stimme ................................ 99 I. Struktur eines möglichen Nicht-Erscheinens: Teiresias sehen, Ödipus hören ...................................................................................... 99 II. Die theatrale Kehrseite des physiologischen Diskurses ................... 102 III. Das Erscheinen des Subjekts im Diskurs des Wissens ..................... 108 IV. Das Experiment als Äußerungsfunktion im wissenschaftlichen Diskurs .............................................................................................. 115 V. Die Dialogizität des Experiments ..................................................... 120 VI. Zusammenfassung: Die Stimme im physiologischen Diskurs ......... 126 10 Kapitel III: Das Theater der Physiologie .................................................... 131 I. Das gesellschaftliche Imaginäre: la Dixneuviémité und der (vor-) wissenschaftliche Geist ........................................................... 131 1. Das verschobene Imaginäre: Auguste Comte – 1.1. Die implizite Integration des Okkulten – 1.2. Caroline, Auguste und...

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