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Stegreifübersetzen

Überlegungen zu einer Grenzform der Translation am Beispiel des Sprachenpaares Französisch-Deutsch

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Christina Parkin

Bislang wurde das Stegreifübersetzen nur als Randerscheinung wahrgenommen und in der universitären Ausbildung oft stiefmütterlich behandelt. Mit diesem Buch soll Abhilfe geschaffen werden: Die Hybridform wird in ihren Varianten beschrieben, definiert und aus kommunikationstheoretischer sowie kognitionslinguistischer Perspektive mit den anderen Formen der Translation verglichen. Die Gegenüberstellung der Stegreifleistung von Übersetzern und Dolmetschern am Beispiel des Sprachenpaares Französisch-Deutsch gibt Aufschluss über die spezifischen Schwierigkeiten. Es werden die Kompetenzen zusammengestellt, die für eine gelungene Stegreifübersetzung erforderlich sind, und ein didaktischer Leitfaden für den Erwerb der Fertigkeiten entwickelt, die für das Übersetzen und Dolmetschen einen Mehrwert bieten.

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Vorwort

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Anlass für die Auseinandersetzung mit dem Stegreifübersetzen waren die widersprüchlichen Reaktionen der Studierenden in den ersten Unter- richtsstunden meiner Veranstaltungen zum Stegreifübersetzen: Während der Auftrag für eine Stegreifleistung bei angehenden ÜbersetzerInnen gerade höherer Semester aufgrund schlechter Erfahrungen bzw. man- gelnder Übung unter Umständen panikartige Reaktionen auslöste, galt das Stegreifübersetzen unter zukünftigen DolmetscherInnen eher als ein- fache Pflichtübung, die sich scheinbar ohne besondere Schwierigkeiten bewältigen ließ. Im Laufe der einschlägigen Lehrveranstaltungen hat sich aber immer wieder gezeigt, dass diese erste Einschätzung für beide Sei- ten nicht gerechtfertigt war. Auch wenn das Stegreifübersetzen im universitären Bereich oft aus Zeitmangel ein Schattendasein fristet, spielt es im Arbeitsalltag von Sprachmittlern auf verschiedenen Ebenen durchaus eine Rolle. Bei mei- ner Tätigkeit als Verhandlungs- und Gerichtsdolmetscherin habe ich über mehrere Jahre feststellen können, wie wichtig und heikel das Steg- reifübersetzen in der Berufspraxis von Translatoren ist. Die Diskrepanz zwischen seiner Existenz als ungeliebte Randerschei- nung in Lehre und Forschung und seiner Relevanz für die Berufspraxis hat die Frage aufgeworfen, wie man diese Translationsform definieren, erklären und letztendlich auch im Rahmen der Studiengänge Dolmet- schen und Übersetzen vermitteln kann. Die Pläne für diese Arbeit gehen auf eine Anregung von Herrn Univ. Prof. Dr. Michael Schreiber zurück, der mir nicht nur zur Aufarbeitung des Themas geraten, sondern mich auch während der Phase der Konzep- tion und der Umsetzung intensiv betreut...

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