Show Less

Mündliche Sprachkompetenzen deutschsprachiger Lerner des Englischen

Entwicklung eines Kompetenzmodells zur Leistungsheterogenität

Series:

Urska Grum

Die Arbeit wurde mit dem Tiburtius-Anerkennungspreis der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen (LKRP) ausgezeichnet.
Wie lässt sich mündliche Sprachfähigkeit messen? Obwohl das Überprüfen und Evaluieren von Schule, Unterricht und Schülerleistungen seit PISA im Fokus des nationalen Interesses steht, gibt es bisher kaum empirische Untersuchungen zur Fähigkeit des spontanen freien Sprechens von Fremdsprachenlernern. Die Autorin ist in ihrer Forschungsarbeit der Frage nachgegangen, welches sprachproduktive Leistungsspektrum von Lernern der ausgehenden Sekundarstufe I erreicht werden kann. Aus ihren Erkenntnissen entwickelt sie heuristische, objektive, sachbezogene Vergleichsnormen ( benchmarks) und ein empirisch validiertes, kriteriales Bewertungsschema für die spontan-mündliche englische Sprachfähigkeit auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit liegt auf der explorativen Entwicklung adäquater Methoden und Indikatoren zur objektiven Messung mündlicher Sprachkompetenzen von Fremdsprachenlernern.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

2. Bedingungsfeldanalyse

Extract

Dieses Kapitel verortet das hier vorliegende Dissertationsprojekt in Bezug auf den Stand bisheriger Forschung zur (mündlichen) englischen Sprachfähigkeit (proficiency) von Schülern in Deutschland und fügt es in das DEZIBEL-Evalua- tionsprojekt (vgl. Zydatiß 2007) ein. Dazu werden zunächst die Forschungslage und Ergebnisse relevanter nationaler wie internationaler Schulleistungsstudien dargelegt (Kap. 2.1). Es schließt sich ein Überblick über die historischen sowie schul- und bildungspolitischen Hintergründe und Rahmenbedingungen des ‚bi- lingualen‘ Sachfachunterrichts in Deutschland, insbesondere in Berlin, an (Kap. 2.2). Abschließend werden Zielsetzungen auf internationaler, nationaler und re- gionaler Ebene diskutiert, die den englischen Fremdsprachenunterricht tangie- ren, (Kap. 2.3). 2.1 Forschungslage Das Überprüfen und Evaluieren von allgemeinen Schülerleistungen, Unterricht und Schulen steht erst seit kurzer Zeit im Fokus des nationalen Interesses. So wundert es kaum, dass zu wesentlich spezifischeren Forschungsfragen, wie z.B. zur Fähigkeit des spontanen freien Sprechens von Fremdsprachenlernern, in Deutschland bisher nur wenige nennenswerte empirische Untersuchungsprojekte zu verzeichnen sind. 2.1.1 Schulleistungsstudien In den letzten Jahren haben die Ergebnisse der drei großen internationalen Ver- gleichsstudien TIMSS (Third International Mathematics and Science Study / Trends in Mathematics and Science Study), IGLU (Internationale Grundschul- Lese-Untersuchung) / PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) und PISA (Programme for International Student Assessment) für erhebliche bil- dungspolitische Diskussion gesorgt sowie für die Tatsache, dass Bildungsmoni- toring auch in Deutschland en vogue wurde. Zwar sind diese Studien (insbeson- dere die OECD-finanzierte PISA-Studie) in Konzeption wie Konklusion vielfach kritisiert und in Frage gestellt worden, speziell in...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.