Show Less

Das Klavierschaffen César Francks:

Besonderheiten der Semantik der Musiksprache und ihre Bedeutung bei der Gestaltung der sinnbildlich-emotionalen Sphäre der Werke

Roman Salyutov

Diese Arbeit erweitert die Vorstellung vom besonderen kompositorischen Denken César Francks und fördert eine Annäherung an den Inhalt seiner Musik. Durch eine semantische Analyse seiner Klavierwerke wird zum ersten Mal eine Reihe von sinntragenden Elementen herausgearbeitet, darunter nebst den einzigartigen Figuren Francks meist musikalisch-rhetorische Figuren des Barock. So lässt sich die reiche sinnbildlich-emotionale Welt des Komponisten erschließen. Zugleich wird die Verbindung eines seiner größten Werke – des Zyklus «Präludium, Choral und Fuge» – mit der Heiligen Schrift, und zwar mit dem Leben und Leiden Jesu Christi erhellt. Das Buch enthält zahlreiche kommentierte Notenbeispiele und sei Musikwissenschaftlern ebenso empfohlen wie Komponisten und Interpreten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

I Einleitung

Extract

April 1890: Mit grandiosem Erfolg verlaufen in Frankreich und Belgien Konzerte mit Werken César Francks. Am Lebensabend erlebt der Komponist seinen wohlverdienten Triumph. Die einhellige Begeisterung, mit der Francks Musik vom Publikum angenom- men wird, erfüllt ihn mit Freude, denn im Laufe seines langen künstlerischen Weges war er vom Ruhm nicht besonders verwöhnt. Unermüdlich und fleißig arbeitend und seine Meisterschaft stufenweise erhöhend, hat Franck endlich einmütige Anerkennung erreicht. In seinem ganzen mehr als fünfzig Jahre umfassenden Schaffen ist die Klaviermusik aufgrund folgender Besonderheiten bemerkenswert. Bekanntlich begann Franck seine professionelle Karriere als pianistisches Wunderkind, das schon im jungen Alter erfolgreich konzertierte und in dem sein Vater den „zweiten Franz Liszt“ sehen wollte. Noch vor seinem Studium am Pariser Konser- vatorium, in dem Franck pianistisch und theoretisch vielseitig ausgebildet wurde, war er Autor einer Reihe von Werken (vorwiegend für Klavier), die meist virtuos-bravouröse Kompositionen leichteren salonartigen Stils darstellen, ziemlich oft gespielt wurden und zur damaligen Zeit ständigen Erfolg beim Publikum hatten. Unter jenen frühen Werken sind auch einige Stücke größerer Formen zu finden: das dreisätzige Konzert h-moll sowie das viersätzige „Salontrio“ B-Dur . Nach dem Konservatoriumsabschluss arbeitete Franck einige Jahre lang im Bereich der Klaviermusik sehr intensiv. Er schuf mehrere Werke für Kammerensemble mit Klavier (darunter seine drei Konzerttrios) sowie eine Reihe von Klavierstücken unter- schiedlicher Genres. Dabei ist zu beachten, dass Franck ab seinem Trio fis-moll (1841) eine Neuzählung seiner Werke vornahm...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.