Show Less

Das Klavierschaffen César Francks:

Besonderheiten der Semantik der Musiksprache und ihre Bedeutung bei der Gestaltung der sinnbildlich-emotionalen Sphäre der Werke

Roman Salyutov

Diese Arbeit erweitert die Vorstellung vom besonderen kompositorischen Denken César Francks und fördert eine Annäherung an den Inhalt seiner Musik. Durch eine semantische Analyse seiner Klavierwerke wird zum ersten Mal eine Reihe von sinntragenden Elementen herausgearbeitet, darunter nebst den einzigartigen Figuren Francks meist musikalisch-rhetorische Figuren des Barock. So lässt sich die reiche sinnbildlich-emotionale Welt des Komponisten erschließen. Zugleich wird die Verbindung eines seiner größten Werke – des Zyklus «Präludium, Choral und Fuge» – mit der Heiligen Schrift, und zwar mit dem Leben und Leiden Jesu Christi erhellt. Das Buch enthält zahlreiche kommentierte Notenbeispiele und sei Musikwissenschaftlern ebenso empfohlen wie Komponisten und Interpreten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

7 Abschluss

Extract

Neben den bereits vorhandenen Untersuchungen zum Werk und Leben C. Francks liefert die vorliegende Untersuchung neue Erkenntnisse über sein Schaffen. Seine Klavierkompositionen wurden zuvor mehr oder minder erforscht, doch im Unklaren blieb, was dieser Musik eine besondere Ausdruckskraft verlieh. Dies liegt daran, dass der Schwerpunkt dieser bisherigen Untersuchungen auf dem Erkennen und dem Feststellen derjenigen Besonderheiten der Semantik der Musiksprache Francks lag, die nicht mit der unmittelbaren Suche nach dem sinnbildlichen-emotionalen Inhalt der Werke, sondern mit verschiedenen rein strukturellen Konstruktionsprinzipien wie beispielsweise Harmonik, Form, zyklische Prinzipien zusammenhängen. Ziel der vorliegenden Dissertation war deswegen die Erforschung derjenigen Merkmale der Musiksprache des Komponisten, die ein qualitativ neues Wissen von einer anderen Inhaltsebene seiner motivisch-thematischen Struktur liefert. Als diese Inhaltsebene fungiert die sinnbildlich-emotionale Sphäre der Musik, die in diesem Falle durch verschiedene sinntragende Elemente des Notentextes zum Ausdruck kommt. Die durchgeführte Untersuchung ergibt erstmals, dass Franck in seinem Schaffen sowohl die Techniken der barocken kompositorischen Kunst, die sich in der Rezeption einer Vielzahl von musikalisch-rhetorischen Figuren der damaligen Epoche zeigen, meisterhaft verwendet, als auch seinen eigenen Komplex von sinntragenden Elementen ausbildet. Diese Elemente fördern die Ausdruckskraft seiner Kompositionen in erhebli- chem Maße. Deshalb ermöglichen die neuen Erkenntnisse einen weiteren Schritt zur Annäherung an das Wesen dieser Musik. Eines der markantesten Beispiele der Entschlüsselung des inneren Wesens der Werke Francks ist der Zyklus „Präludium, Choral und Fuge“, in dem die festgestellte sinn- bildlich-emotionale Sphäre für die Hypothese spricht, dass eine Verbindung des Inhalts...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.