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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Edited By Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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PETER LANG Frankfurt am Main • Berlin • Bern • Bruxelles • New York • Oxford • Wien Band 17 Monographien, Editionen, Sammelbände Herausgegeben von Peter Dinzelbacher Beihefte zur PETER LANG Internationaler Verlag der Wissenschaften Olaf Wagener (Hrsg.) Symbole der Macht? Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Umschlagabbildung: Arkaden im Innenhof der Schallaburg, Bezirk Melk, Niederösterreich, entstanden in der Zeit von 1570-78. Die Schallaburg – obwohl leider in keinem eigenen Beitrag in diesem Band behandelt – mag exemplarisch für den behandelten Zeitraum und die verschiedenartigen Ausformungen der Architektur von „Burg“ und „Schloss“ gelten, und zeigt damit auch in beeindruckender Manier das Spannungsverhältnis zwischen der hochmittelalterlichen Burg, anscheinend entscheidend geprägt durch das Bedürfnis nach Schutz, und dem Renaissanceschloss mit seiner künstlerischen Ausstattung auf. Trotz massiver Aus- und Umbauten im 16. Jahrhundert finden sich mit dem „Festen Haus“, der Kapelle und Teilen der Ringmauer beeindruckende Bauteile der Zeit um 1100. Doch nur wenige Meter entfernt erstrecken sich die Renaissancearkaden eines repräsentativen Schlossbaus des 16. Jahrhunderts, für den der mittelalterliche Bergfried niedergelegt wurde. Doch in einer weiteren Umbauphase des 16. Jahrhunderts wurde in unmittelbarer Nachbarschaft des „Festen Hauses“ mit dem „Hochturm“ erneut ein bergfriedartiger Turm geschaffen, der weithin nach außen sichtbar ist – im Gegensatz zu den Arkaden, die nur in den Hof hinein wirken. (Vgl. auch Peter Aichinger-Rosenberger (Red.), Die Schallaburg. Geschichte. Archäologie. Bauforschung, Schallaburg...

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