Show Less

Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

Series:

Edited By Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Militärarchitektur im Repräsentationsbau in den Niederlanden. Jan Kamphuis

Extract

Militärarchitektur im Repräsentationsbau in den Niederlanden Jan Kamphuis 1 Einleitung In der Burgenforschung sollte die Kernfrage lauten: Was hat der Bauherr beabsichtigt, was hatte er vor, als er sich ein Burg erbaute ? Der Verfasser versucht in diesem Artikel die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, dass Militärarchitektur stärker durch das Repräsentätionsbedürfnis geprägt wurde als durch Aspekte der Verteidigungs- möglichkeit. Anhand von ausgewählten Beispielen aus den Niederlanden wird deutlich gemacht, dass diese Form und diese Mittel der Repräsentation nicht nur im Mittelalter, sondern bis ins 21. Jahrhundert verwendet werden. Burg Almere zu Almere Der erste Pfahl des Fundaments der Burg Almere wurde am 15. September 2000 geschlagen. Die Funktion des Gebäudes: es sollte ein Luxushotel werden mit 200 Zimmern und Hochzeitsräumen sowie Tagungsräumen mit einer Größe von mehr als 2.000 Quadratmetern. Anfänglich sollten die Kosten bei 36 Millionen Euro liegen, doch als sich diese bis auf 72 Millionen Euro gesteigert hatten, ist das Bauprojekt 2002 gescheitert.2 Burg Almere war in ihrer Architektur ein Nachbau der Burg Jemeppe in Belgien, nur sind die Dimensionen „etwas“ größer. Hier geht es aber nicht um die Frage des Nachbaus, sondern um die Frage, weshalb man im Jahre 2000 eine Burg in Almere baut ? Die Stadt Almere (190.000 Einwohner) liegt in einem 1968 aus dem IJsselmeer gewonnen Polder, „Flevoland“. Die Stadt hat keine historische Altstadt und des- halb zu wenig kulturhistorische Identität. Nachdem dann auch noch ein Mangel...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.