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Sprachkontakt, Sprachvariation, Migration: Methodenfragen und Prozessanalysen

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Edited By Thomas Stehl, Claudia Schlaak and Lena Busse

In diesem Sammelband werden Beiträge zu der Sektion «Sprachkontakt, Sprachvariation, Migration: Methodenfragen und Prozessanalysen» publiziert, die im Rahmen des XXXII. Romanistentages Romanistik im Dialog vom 25.09. bis 28.09.2011 in Berlin stattfand. Schwerpunkt der Sektionsarbeit war die kontrastive Gegenüberstellung von ortsstabilen, statischen und ortsmobilen, dynamischen Sprachkontakten, wobei vor allem die durch Migration ausgelösten Prozesse von Sprachkontakt, Sprachwandel und sprachlich vermitteltem Kulturtransfer sowie deren Ausprägungen und Folgen im Zentrum der Analyse stehen sollten.

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Sprachliche Dynamik in der Republik Moldova

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1. G e g e n s ta n d u n d Z ie l Dieser Beitrag formuliert erste Gedanken und Hypothesen zur Dynamik der Umstrukturierung sprachlicher Repertoires in der Republik Mol­ dova.1 Nach einer knappen Einführung in die sprachlichen Verhältnisse in Moldova mit besonderem Fokus auf der Situation der sprachlich mi- norisierten Bevölkerung entwickeln wir anhand zweier empirischer Fall­ beispiele Leitgedanken zu einer Theorie sprachlicher Dynamik. Während insbesondere die Analyse der sprachlichen Ausbauprozesse selbst eine umfangreichere Datenbasis erfordert, können wir anhand der hier vor­ gestellten Beispiele bereits zu einem relativ frühen Zeitpunkt des Pro­ jekts deutlich einige Katalysatoren für die Umstrukturierung sprachli­ cher Repertoires erkennen. Als entscheidende Frage für den weiteren Verlauf der Forschung schließt sich hieran an, wie mittels ethnogra­ phisch basierter sprachwissenschaftlicher Forschung die den sprachli­ chen Verhältnissen zu Grunde liegenden Wandelprozesse beobachtet und analysiert werden können. Jürgen Erfurt/ Anna Weirich 1 Die zu Grunde liegenden Daten entstammen explorativen Interviews und Be­ obachtungen im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts "Sprachliche Dynamik im multiethnischen Nationalstaat: Fallstudie Moldova", welches unter der Leitung von Jürgen Erfurt (Goethe-Universität Frankfurt am Main) seit Juli 2010 in Ko­ operation mit der Historischen Fakultät der Staatlichen Universität Moldovas durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist es zu erkennen, was Einsprachigkeit und Mehrsprachigkeit im Spannungsfeld von Renationalisierung und Transnationali­ sierung für sprachlich Handelnde bedeuten, wie sie ihre sprachlichen Ressourcen verwerten, welche sprachlichen Inklusions- / Exklusionsprozesse in Gang ge­ setzt...

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