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Praktische Analyse der Steuerpflichten in Deutschland Ansässiger aus direktem und indirektem Erwerb, Besitz und Veräußerung spanischer Immobilien

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Gabriel Buades Castella

Die Arbeit enthält eine systematische und praktische Analyse der unterschiedlichen Steuerpflichten, die sich, sowohl in Spanien als auch in Deutschland, für deutsche Ansässige aus dem Erwerb, dem Besitz und der Veräußerung spanischer Immobilien ergeben. Das Werk behandelt nicht nur die Besteuerungsfolgen unmittelbar nach dem jeweiligen Rechtsgeschäft, sondern auch die steuerlichen Folgen auf verschiedenen Ebenen bei der Zwischenschaltung einer spanischen oder einer deutschen Kapitalgesellschaft oder von beiden. Besprochen werden außerdem die Folgen des neuen Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Spanien.

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A. Einführung

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1 A. Einführung Um die Besteuerungsfolgen im Fall des unmittelbaren und mittelbaren Erwerbs, des Besitzes und der Veräußerung spanischer Immobilien darzustellen, soll zu- erst der Ausdruck „unbewegliches Vermögen“ konkretisiert werden. Der Art. 6 Abs. 2 DBA Deutschland-Spanien (und auch OECD-MA) verweist die Bestim- mung des Begriffs auf das innerstaatliche Recht des Vertragsstaates, in dem das Vermögen liegt, damit Qualifikationskonflikte vermieden werden. Auf diese Weise wird der Ansässigkeitsstaat der abkommensberechtigten Person an das Begriffsverständnis des Quellenstaates gebunden, dies geschieht nach der soge- nannten Qualifikationsverkettung.1 Da sich die vorliegende Masterarbeit auf in Spanien belegene Immobilien konzentriert, ist hier die Bestimmung dieses Begriffes nach spanischem Recht von Interesse. Der Begriff „unbewegliches Vermögen“ ist nicht im LIRPF (Ley del Impuesto sobre la Renta de las Personas Físicas– EStG) definiert. Aber nach dem Código Civil (spanisches BGB) kann herausgefunden werden, was in Spa- nien unter „unbeweglichem Vermögen“ verstanden wird. Als „unbewegliches Vermögen“ gelten alle Güter, die im Art. 334 CC (Código Civil) ausdrücklich genannt werden. Gebäudeteile, die ohne Beschädigung unbeweglicher Sachen, mit denen sie verbunden sind, von einem Ort zum anderen geschafft werden können, werden dagegen als bewegliche Güter angesehen.2 Der Begriff des unbeweglichen Vermögens, der nach der Verweisung des Art. 6 Abs. 2 DBA Deutschland-Spanien auf das Recht des Vertragstaates, in dem das Vermögen liegt, bestimmt wird, wird durch einen Positivkatalog er- gänzt. In diesen Katalog gehören: • Zubehör zum unbeweglichen...

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