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Die Balanced Scorecard als Instrument der strategischen Steuerung und Qualitätsentwicklung von Museen

Ein Methodentest, unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen an zeitgemäße Freizeit- und Tourismuseinrichtungen

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Anja Wollesen

Als Kernangebote des Bildungsmarktes, der Freizeitwirtschaft und des Kulturtourismus sind Museen in ein komplexes Umfeld eingebettet, welches ihre Handlungsoptionen beeinflusst und bestimmt. Die dynamischen Veränderungen des Wettbewerbes sowie die zunehmend schwierigen Bedingungen öffentlicher Finanzierungsmodelle für Kultureinrichtungen machen eine grundsätzliche Neuorientierung im Sinne der Professionalisierung und Qualitätsorientierung von Museen erforderlich. Diese Arbeit geht der Frage nach, ob die Balanced Scorecard (BSC) ein geeignetes Instrument für die strategische Steuerung und umfassende Qualitätsentwicklung von Museen und Kultureinrichtungen sein kann. In einem Methodentest mit sechs Museen und Kultureinrichtungen wird die Anwendbarkeit der BSC erprobt, die Eignung bewertet und der tatsächliche Nutzen für die Kulturbetriebe evaluiert.

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6. Evaluation der BSC-Erprobung

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Die Evaluation der BSC-Erprobung erfolgt partizipativ, gemeinsam mit den Kultureinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen die Wirkungen der BSC hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und des Nutzens für die Kultureinrichtungen. Als Bewer- tungsbasis dienen die im Vorfeld definierten intendierten Erwartungen an die BSC-Erprobung. Die Bewertung wird zunächst separat durch die einzelnen Kul- tureinrichtungen und die Autorin als Projektleitung der Untersuchung vorge- nommen. Die Ergebnisse werden ausgewertet, miteinander verglichen und zu- sammengefasst. Stark voneinander abweichende Bewertungen werden in einer anschließenden Gruppen-Evaluation mit den am Methodentest Beteiligten ge- meinsam diskutiert und analysiert. Abschließend werden in einer offenen Ge- sprächsrunde die Einschätzungen zum Instrument der BSC und der gewonnenen Anwendungserfahrung eingeholt (vgl. Abb. 41). 6.1 Zielerreichungsgrad intendierter Wirkungen Die Evaluation der BSC-Erprobung fand nach Ablauf des ersten Jahres statt. Die Abfrage der erreichten Wirkungen erfolgte schriftlich. Jeder einzelne Betrieb bewertete den Anwendungsprozess eigenständig. Parallel dazu wurde der Erfolg der Erprobung für die Kultureinrichtungen aus Sicht der Autorin in ihrer Funktion als Projektleitung bewertet. Grundlage waren die für die BSC-Erprobung definier- ten intendierten Wirkungen. Im Folgenden eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse (vgl. Tab. 46).467 Die Bewertung erfolgte in einer Skalierung von eins bis fünf. Bewertet wurde, ob das induzierte Ziel zum erwarteten Nutzen der BSC-Implementierung erreicht wurde. Die Antworten wurden für die Endauswertung in Punkte übertragen. Die höchste zu vergebende Punktzahl / pro Ziel beträgt 3 Punkte („stimme voll zu“), die kleinste 1 Punkt (stimme eingeschränkt zu). Keine Punkte wurden für die...

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