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Bilingualen Unterricht weiterdenken

Programme, Positionen, Perspektiven

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Edited By Bärbel Diehr and Lars Schmelter

Der Bilinguale Unterricht in Deutschland entwickelt sich derzeit zu einem Regelangebot. Bei dieser Entwicklung wird jedoch die sachfachliche Kompetenz in Theorie, Forschung und Praxis noch nicht im wünschenswerten Maße berücksichtigt. In der europäischen Diskussion um Content and Language Integrated Learning interessiert vor allem die fremdsprachliche Kompetenz. Die Rolle der schulischen Erstsprache sowie der Aufbau fachlicher Literalität in zwei Sprachen werden kaum berücksichtigt. Dieser Band bilanziert die Entwicklung des Bilingualen Unterrichts. Er vereint Beiträge aus Forschung, Ausbildung und Schule, die sich aus unterschiedlichen Fachperspektiven mit seinen derzeitigen Herausforderungen befassen. Eine konzeptuelle Klärung und Weiterentwicklung des Bilingualen Unterrichts sowie der darauf bezogenen Lehrerbildung scheinen notwendig. Dazu soll dieses Buch einen Diskussionsbeitrag leisten.

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Maik Böing & Paul Palmen: Bilingual heißt zweisprachig! Überlegungen zur Verwendung beider Sprachen im bilingual deutsch-französischen Geographieunterricht

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73 Maik Böing & Paul Palmen Bilingual heißt zweisprachig! Überlegungen zur Verwendung beider Sprachen im bilingual deutsch-französischen Geographieunterricht 1. Einleitung Die scheinbare Banalität des Titels dieses Beitrags mag provozierend wirken, doch zeigt die Entwicklung des bilingualen Unterrichts in den letzten Jahren, dass eine Auseinandersetzung mit der Frage der Verwendung beider Sprachen (Deutsch: L 1, Französisch: L 2) im Sachfachunterricht angebracht ist. Vor allem unter dem Einfluss der rasanten Steigerung der Zahl der bilingual deutsch- englischen Züge haben sich diese zu einem Modell mit vorwiegend einsprachi- gem Unterricht entwickelt. Der Einfluss hat aber auch die deutsch-französischen Züge erfasst. Momentan herrscht besonders im bilingual deutsch-englischen Sachfachunterricht folgende Auslegung des CLIL-Konzepts (content and lan- guage integrated learning) vor: The acronym CLIL is used as a generic term to describe all types of provision in which a second language (a foreign, regional or minority language and/or another official state language) is used to teach certain subjects in the curriculum other than the language lessons themselves (Eurydice 2006: 8). Diese im Einführungsteil der Eurydice-Studie angeführte Definition von CLIL weist darauf hin, dass der Schwerpunkt auf der Verwendung einer Fremdsprache (L 2) als Unterrichtssprache liegt. Ein Hinweis auf eine bilinguale Vermittlung von Inhalten unter Einbezug der L 1 fehlt. Allerdings finden sich in der gleichen Pub- likation an anderer Stelle Hinweise auf die notwendige Einbeziehung der L 1: It seeks to develop proficiency in both the non-language subject and the language in which this is taught, attaching...

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