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Kulturwissenschaft(en) im europäischen Kontext

Fachhistorische Entwicklungen zwischen Theoriebildung und Anwendungsorientierung

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Edited By Steffen Höhne

Nachdem die Kulturwissenschaft sich als eigenständige, wenngleich nicht unumstrittene akademische Disziplin etabliert hat, scheint es an der Zeit, einen vergleichenden Blick auf die fachimmanente Entwicklung mit ihren in Europa unterschiedlichen Traditionen zu werfen. Hierzu werden aus einer interdisziplinären und transnationalen Perspektive unterschiedliche Herausbildungen der Kulturwissenschaft vorgestellt und Perspektiven einer europäischen Disziplin diskutiert.
Although cultural studies have been established as an independent, albeit not undisputed, academic discipline, it is worthwhile to trace its roots and its dissemination within several scholarly traditions. To do so, different formulations of cultural studies are presented, all of which are written from various interdisciplinary and transnational perspectives.

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Johannes Feichtinger: Kulturwissenschaften.at: Varianten, Traditionen und Entwicklungen in Österreich. Ein Essay

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Johannes Feichtinger Kulturwissenschaften.at: Varianten, Traditionen und Entwicklungen in Österreich. Ein Essay UF die Frage: Gibt es eine Wiener Variante der Kulturwissenschaften antwortete Gotthart Wunberg, 1996-2004 Direktor des Internationa- len Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien (IFK), im Jahr 2006: Ja, es gäbe sie und sie ziele auf eine Theorie des Konkreten. Darin liege ihre Besonderheit und ihr Erfolg. Unterscheide man zwischen einer theoretischen und einer angewandten, einer historisch-hermeneutischen und einer sozialwissenschaftlichen Richtung der Kulturwissenschaften, so sei es das Charakteristikum der Wiener Kulturwissenschaften, dass sie sich nicht in ein dichotomisches Schema einfügen ließen. Beide Ansätze würden miteinan- der praktiziert, aufeinander bezogen und ineinander verschränkt. Wunberg zeigte, dass die Kulturwissenschaften in Österreich und insbesondere in Wien von den spezifischen, d.h. regionalen Problemkonstellationen ausgingen, zu ihrer Durchdringung aber Theorien internationaler Herkunft verwendeten und diese dadurch bereicherten.1 Als Kreuzungspunkt historischer und gegenwärtiger politischer Prozesse zwischen Ost und West stellen Wien und Österreich nach wie vor ein wichti- ges Zentrum kulturwissenschaftlicher Forschungstätigkeit dar. Ich werde in diesem Kapitel einen Überblick über die Institutionalisierung der Kulturwis- senschaften in Österreich geben, zu zeigen versuchen, wie sie sich von ihren historischen Vorläufern im 20. Jahrhundert unterscheiden, und zur gegenwär- tigen Situation der Kulturwissenschaften in Österreich Stellung nehmen. 1 Gotthart Wunberg: Gibt es eine Wiener Variante der Kulturwissenschaften? In: Schauplatz Kultur – Zentraleuropa. Transdisziplinäre Annäherungen. Hrsg. von Johannes Feichtinger / Elisabeth Großegger / Gertraud Marinelli-König / Peter Stachel / Heidemarie Uhl. Inns- bruck [u.a.] 2006 (Gedächtnis –Erinnerung...

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