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Vertrauen und Kreditentscheidungen

Eine empirische Analyse zum Einfluss von Vertrauen in Kreditbeziehungen zwischen öffentlichen Banken und kleinen und mittelständischen Unternehmen

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Matthias Schoen

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der empirischen Analyse des Einflusses von Vertrauen auf Kreditentscheidungen in Kreditbeziehungen zwischen öffentlichen Banken und kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Dabei wird konkret untersucht, welchen Einfluss das persönliche Vertrauen des Kundenbetreuers in seinen Ansprechpartner des Unternehmens und das Vertrauen der Bank in das Unternehmen selbst einen Einfluss auf die beziehungsspezifischen Agency-Kosten und die zentralen Parameter der Kreditvergabe (Kreditzinsen, Kreditsicherheiten und Kreditverfügbarkeit) haben. Die theoretische Grundlage der Arbeit bildet die Forschungsrichtung des Relationship Bankings, in der analysiert wird, inwiefern die Intensität von Kreditbeziehungen zwischen Banken und Unternehmen einen Einfluss auf die Kreditvergabeparameter haben. Diese Arbeit greift dabei ein wesentliches Manko in dieser Forschungsrichtung auf, indem sie explizit Vertrauen als Variable zur Beschreibung des Interaktionsprozesses zwischen den handelnden Personen in der Beziehung zwischen Bank und Unternehmen analysiert.

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4. Methodik und Datenbasis der Untersuchung

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In diesem Kapitel werden die methodischen Grundlagen und die Datenbasis der Untersuchung präsentiert. Da ein Großteil der Hypothesen dieser Arbeit mit Hil- fe eines Strukturgleichungsmodells überprüft werden soll, werden daher in den Kapiteln 4.1 und 4.2 zuerst die Grundlagen zur Kausalanalyse und zur PLS-Me- thode gelegt.535 Im Anschluss erfolgt in Kapitel 4.3 die Operationalisierung der Konstrukte. In Kapitel 4.4 wird dann auf die Datenerhebung eingegangen und in Kapitel 4.5 der Umgang mit fehlenden Werten in dieser Arbeit erörtert. Da in die- ser Untersuchung der Multiple Informant-Ansatz gewählt wurde, wird in Kapitel 4.6 auf die Aggregation der Daten eingegangen. In Kapitel 4.7 wird abschließend die Datenbasis präsentiert. 4.1 Grundlagen der Kausalanalyse 4.1.1 Einführung Die Kausalanalyse stellt ein empirisches Instrument in der betriebswirtschaftli- chen Forschung dar und hat zum Ziel, Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen latenten Variablen aufzudecken.536 In den Sozialwissenschaften wurden vor allem in den letzten Jahrzehnten statistische Verfahren entwickelt, die die empirische Überprüfung von kausalen Beziehungen zwischen latenten Variablen erlauben.537 Bei der Erforschung komplexer Zusammenhänge sind Strukturgleichungsmodel- le mittlerweile zum Quasi-Standard in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaf- ten avanciert.538 Bei der Kausalanalyse werden latente Variablen, d.h. nicht direkt 535 Aufgrund der Bekanntheit und Gängigkeit in der Verwendung wird auf eine Vorstellung der Regressionsanalyse als statistisches Analyseinstrument in diesem Kapitel verzichtet. Für eine detaillierte Einführung zum Verfahren der Regressionsanalyse vgl. zum Beispiel Backhaus et al. (2008), S. 52 ff. 536 Vgl. Homburg/Hildebrandt (1998), S. 17. Für den Begriff Kausalanalyse werden in...

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