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Optionsscheine auf Frachtraten

Modellierung und empirische Überprüfung für den Container-Seeverkehr

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Philip Blumenthal

Die Volatilität der Seeverkehrsmärkte ist eine der bestimmenden Risiken seit der Wirtschaftskrise. Reedereien, Spediteure und die verladende Wirtschaft stehen vor der Herausforderung, sich gegen schwankende Frachtraten abzusichern. Diese Arbeit bietet eine Lösung mittels Optionsscheinen an. Als Basis wird das Black-Scholes-Modell verwendet, für das die Namensgeber 1997 den Nobelpreis erhielten. Durch Einsatz historischer Frachtraten wird gezeigt, dass Optionsscheine auf Frachtraten im Container-Seeverkehr einsetzbar sind. Branchen-Experten bestätigen dieses Untersuchungsergebnis in Interviews. Das Buch bietet somit einen Einstieg in das Thema der Fracht-Derivate und zugleich konkrete Ergebnisse für die weitere Anwendung in der Praxis.

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3 Risikomanagement

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Im folgenden Abschnitt findet eine Einführung in die Kategorisierung von wirt- schaftlichen Risiken in Unternehmen statt. Zur Absicherung dieser Risiken werden die grundlegenden Finanzmarktinstrumente vorgestellt. Um den Bezug zum Seeverkehr herzustellen, wird im letzten Teil dieses Abschnitts besonders auf die Instrumente in dieser Branche eingegangen. 3.1 Grundlagen Der Begriff des Risikos wird durch BAXMANN in drei Ausprägungen definiert: der entscheidungstheoretischen, der mathematisch-statistischen und der zielbe- zogenen. Im Kontext des betrieblichen Risikomanagements plädiert er für den zielbezogenen Risikobegriff als „durch eine bestimmte Zielverfolgung quali- fizierte Form der Unsicherheit. Im Hinblick auf die Zielerfüllung zu unter- scheiden sind: • Risiken als negative Abweichung vom erwarteten Ziel, • Chancen als positive Abweichung vom erwarteten Ziel.“144 Die Aufgabe des Risikomanagements besteht darin, die bestehenden und poten- ziellen Risiken eines Unternehmens so zu steuern, dass das Unternehmensziel positiv beeinflusst wird.145 Da Risiko und Rendite positiv miteinander korrelieren, gehen Unternehmen eine bestimmte Risikoposition (Exposure) ein. Diese setzt sich einerseits zusammen aus bewusst eingegangenen Risiken, um die damit verbundenen Renditechancen zu nutzen und andererseits aus Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung der mit dem Eintritt der Risiken verbundenen Verluste.146 Infolge sich häufender Unternehmenskrisen und -insolvenzen und der dadurch intensivierten Corporate Governance-Debatte in Deutschland wurden die Anforderungen an ein institutionalisiertes Risikomanagement 1998 im Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) fest- gelegt.147 Aus dem Gesetz ergeben sich Verpflichtungen zur Risikoanalyse, Risikosteuerung und Risikoberichterstattung auch für nichtöffentlich notierte Kapitalgesellschaften sowie Verpflichtungen, Risikomanagement- und Über- 144 Baxmann (2001), S. 5. 145 Rogler...

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