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Chinesisch-deutsche Kulturbeziehungen

Unter Mitarbeit von Stefan Sklenka

Edited By Ulrich Steinmüller and Fu Su

Das Buch beinhaltet die Beiträge einer internationalen Tagung in Peking im September 2011. Aus chinesischer und deutscher Sicht werden Aspekte von Deutsch als Fremdsprache, chinesisch-deutschen Kulturbeziehungen und interkultureller Kommunikation diskutiert. Dabei zeigt sich ein breites Spektrum von inhaltlichen und methodischen Herangehensweisen, durch die die Vielfalt, aber auch die Heterogenität des wissenschaftlichen Diskurses zum gleichen Thema in den beiden Ländern deutlich wird: tagesaktuelle Themen, theoretisch grundlegende und systematische Abhandlungen, pragmatische Fragestellungen bis hin zu kommunikationsphilosophischen Reflexionen. Der Band selbst ist so ein Beispiel interkultureller Kommunikation.

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Bernd Spillner: Kontrastive Textologie als Analysemethode für die Interkulturelle Kommunikation

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51 Bernd Spillner – Universität Duisburg-Essen Kontrastive Textologie als Analysemethode für die Interkulturelle Kommunikation 1. Interkulturelle Kommunikation Die zunehmende Internationalisierung der kulturellen, wissenschaftlichen und technischen Kommunikation setzt gründliche forschungsbasierte Kenntnisse der beteiligten Sprachen und Kulturen voraus. Dabei gilt es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Sprachstrukturen, Begrifflichkeiten, Diskurstraditionen und interkulturell diversen Kulturkonventionen empirisch zu ermitteln, adäquat zu beschreiben und für die Vermittlung in Anwendungsbereichen aufzubereiten. Dabei sind auch die mindestens partiell unterschiedliche Fachkommunikation und mediale / semiotische Aspekte des internationalen Informationsaustausches einzubeziehen. Dabei kann wenigstens teilweise auf bereits bewährte Forschungsmethoden der Kulturkomparatistik, der Sprachvergleichung, der Kontrastiven Textologie / Dis- kursanalyse und der Interkulturellen Pragmatik zurückgegriffen werden. Zur Vergleichsmethodik kann die Sprachwissenschaft unter allen beteiligten Disziplinen auf die längste Forschungstradition zurückblicken. 2. Sprachvergleichung Die wichtigsten inhaltlichen und methodischen Zugewinne in der Sprachvergleichung gegen 52 Ende des 20. Jahrhunderts gehen auf den Ausbau der Kontrastiven Linguistik zurück, ferner die Erweiterung des Gegenstandsbereiches um die Textlinguistik und die linguistische Pragmatik. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde mit der wegweisenden Arbeit von Lado4 der Grundstein für eine systematische bilaterale Kontrastive Linguistik gelegt. Obwohl hier bereits kurz ein Vergleich auch von kulturellen Elementen konzipiert wurde (‚How to compare two cultures’), blieben die anschließend durchgeführten kontrastiven Analysen weit hinter diesem Anspruch zurück. Erst später wurde es durch die Konzeption einer 'Kontrastiven Semantik'5 bzw. einer 'Kontrastiven Pragmatik' 6 ansatzweise möglich, sprachinhaltliche und konzeptuelle Komponenten zweier Sprachen in einer anwendungsorientierten Kontrastiven Linguistik miteinander zu...

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