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Fragen des Assessments aus Sicht von Englischlehrkräften

Empirische Annäherungen durch qualitative Inhaltsanalysen

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Sylke Bakker

Die Untersuchung lotet Möglichkeiten und Grenzen einer veränderten Diagnosekultur in einem auf Kompetenzerwerb ausgerichteten Englischunterricht aus. Die zentrale Fragestellung besteht darin, zu erkunden, welche Faktorenkomplexe für Englischlehrkräfte bei ihrem Umgang mit Fragen des Assessments von Bedeutung und Einfluss sind und welche Beschaffenheit diese Konstrukte aufweisen. Die empirische Basis bildet eine qualitative Interviewstudie mit Englischlehrkräften, deren Daten mittels einer adaptierten Form der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Es ließ sich feststellen, dass die Befragten trotz ihres generellen Interesses am Themenkomplex Assessment nur selten ein Instrumentarium nutzen, das kompetenzstufenbezogenes Beobachten, eine Analyse von Aufgabenschwierigkeiten und folglich individuelles Fördern auf der Basis von Kompetenzentwicklungsmodellen zum Ziel hat.

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4 Auswertung der Interviewstudie

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4.1 Erfahrungen im Feld 4.1.1 Die Gruppe der Befragten Der Zugang zum Feld erwies sich in der Hauptstudie als deutlich schwieriger als bei der Pilotierung der Interviews. Von den rund 25 per E-Mail oder im Vorfeld auf Fortbildungsveranstaltungen angesprochenen Experten fanden sich lediglich 17 zu einem Interview bereit. Auch kam es in drei Fällen zu spontanen Absagen aufgrund unvorhergesehener privater oder beruflicher Ereignisse. Daran änderte auch mein Angebot nichts, das Interview an dem für die Teilnehmenden güns- tigsten Ort zu führen, sodass beispielsweise Fahrtwege als Hindernis der Teil- nahme wegfielen. Um die Qualität der Daten durch Zeitdruck auf Seiten der Befragten nicht zu gefährden, hatte ich einen Zeitrahmen von rund 90 Minuten als Orientierung veranschlagt. Möglicherweise wirkte diese Angabe in Kombina- tion mit dem komplexen Thema „Leistungsbewertung“ auf die kontaktierten Lehrkräfte abschreckend. Zusagen erhielt ich von einem Teilnehmerkreis vielfältig tätiger Fremdspra- chenlehrkräfte, welche aus Interesse am Thema an der Studie teilnahmen. Ein Missverständnis tauchte lediglich bei einer Teilnehmerin auf, die zwar eine Fremdsprache unterrichtet, die Position der Fachobfrau jedoch in ihrem zweiten Unterrichtsfach bekleidet. Aufgrund der erwähnten Absagen gelang es nicht, zeitnah weitere Interviewpartner für die Hauptstudie zu gewinnen, sodass die Daten der Befragten verwendet wurden. Die im Interview offensichtlich werdende mangelnde Vertrautheit mit dem gültigen Kerncurriculum für die Sekundarstufe I erwies sich letztlich für die Auswertung aber als durchaus interessant, da die Konstruktion eines Falles möglich wurde, der sich deutlich von...

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