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Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

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Sich (Er)Zählen. Die Mediologie des Tagebuchs. Ralph Köhnen

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Sich (Er)Zählen. Die Mediologie des Tagebuchs Ralph Köhnen Abstract Formen der Selbstschrift, seien es Haushaltsbücher, Spruchtexte, Tagebücher oder Auto- biografien, gibt es seit der Antike. Perspektiven der Innenschau verbinden sich dabei mit ökonomischen wie auch medialen Aspekten – so ist zu zeigen, dass unter Bedingungen des mechanisierten Schreibens (Schreibmaschine, Computer) Medien mit dem Schreiben auch das Denken und die Selbstwahrnehmung beeinflussen. Daraus entstehen wech- selnde Programme der Selbstpoetik, die neue Wege der Identitätsbildung aufzeigen. Dies wird an Beispielen aus der Malerei und der Literatur des 20. Jahrhunderts herausgearbei- tet, um darüber hinaus auch aktuelle Fragen der Selbstdarstellung in den digitalen Medi- en zu behandeln. to=introdùce a notion of time [ùpon à plane (?) sù ’’ fàç’e’] by pùnct! Ingh oles (sic) in iSpace?! (James Joyce: Finnegans Wake, 124) 1. Selbstpoetik/en Die Hausse der Selbstschriften, die schon in den 1990er Jahren ihren Zenit erreicht zu haben schien, lässt nicht nach. Im Gegenteil, sie scheint sich noch einmal zu intensivieren, denn unter Bedingungen der neuen Medien bilden die digitalen Tagebuch- und Kurznotate mittlerweile eine eigene Universal- gattung in der Blogosphäre. Dort spiegeln die Texte das Selbsterleben und ermöglichen es, ‚Stile‘ zu entwickeln – ein Doppel, das in seinem Terror der Präsenz aber auch ins Bedrohliche umschlagen kann. An Beispielen von der Antike bis heute lässt sich zeigen, wie das Tagebuch zum Mittel avanciert ist, sich selbst eine Verfassung zu geben, wenn schon also nicht den Imperativ der Selbsterkenntnis zu erf...

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