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Kommunikative Kompetenzen im Berufsfeld der internationalen Steuerberatung

Möglichkeiten ihrer Vermittlung im fach- und berufsbezogenen Fremdsprachenunterricht unter Einsatz von Fallsimulationen

Karl-Hubert Kiefer

Im Fokus der Untersuchungen steht der Kommunikationsraum «internationale Steuerberatung». Der anhaltende Prozess der Globalisierung aber auch die Komplexität nationaler Steuerrechtsbestimmungen sorgen für eine stabile Nachfrage nach grenzüberschreitenden Steuerberatungsdienstleistungen, die von Wirtschaftskanzleien und Beratungsgesellschaften häufig bewusst in der Muttersprache ihrer Mandanten erbracht werden. Das Verständnis der Mandantenanliegen und ihre sachgerechte, zielführende Bearbeitung erfordern von den Beratern spezielle kommunikative Kompetenzen in der Fremdsprache. Am Beispiel des Beratungsunternehmens Rödl & Partner macht die Studie über die dezidierte Beschreibung und Analyse der vielschichtigen Anforderungen, die auf den Kommunikationsraum der internationalen Steuerberatung einwirken, zunächst die Bandbreite der im Berufsfeld erforderlichen kommunikativen Kompetenzen sichtbar. Im zweiten Teil wird dann das schrittweise Vorgehen zur Erstellung und zum Einsatz von Fallsimulationen aus dem Feld der internationalen Steuerberatung im fach- bzw. berufsbezogenen Fremdsprachenunterricht an einer ausländischen Wirtschaftshochschule demonstriert.

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TEIL I

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17 Sehr geehrte Frau Y, ich danke Ihnen zunächst, dass Sie bereit sind, mit mir in deutscher Sprache zu kommunizieren. Grund meines Schreibens ist Herr X, den ich hier in Deutschland in rechtlichen Fragen und in seinen Beziehungen zum Deutschen Tanzsportverband und zum TbW vertreten bzw. beraten habe. Herr X ist nun Professional geworden, d.h., er tanzt für Geld. Daneben ist er Sänger und Schauspieler. Er hat seinen Hauptwohn- sitz nach wie vor in Deutschland, denn er startet für Deutschland. Das wirft ver- schiedene Probleme auf wegen derer ich Herrn X gebeten habe, einen Steuerbera- ter zu beauftragen, der ihn sowohl in Polen wie auch in Deutschland vertreten kann und in beiden Rechten firm ist, selbstverständlich auch in der Frage des Doppelbe- steuerungsabkommens. Bei Herrn X steht Folgendes an: die Einkommensteuererklärung, die Prüfung, wie weit Herr X in Deutschland und/oder Polen umsatzsteuerpflichtiger Unterneh- mer ist und die entsprechende Meldung an die Finanzämter einschließlich etwaiger Umsatzsteuervoranmeldungen. Herr X muss wissen, ob und welche Umsatzsteuer er erheben kann/muss und welche Regeln er für die Rechnungsstellung einhalten muss. Am besten wäre es, Sie entwürfen ihm entsprechende Rechnungsformulare, die den Vorschriften genügen. Herr X ist mit ganzem Herzen Tänzer und Künstler. Er legt wenig Wert auf das Sammeln von Belegen, Ordnen von Rechnungen etc, also all die Dinge, die Finanz- ämter für nötig halten. Damit Herrn X kein Schaden entsteht, bitte ich Sie, mit ihm einen Weg...

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